Neues AMA-Gütesiegel für Tierwohl soll Exporte sichern

Neues AMA-Gütesiegel für Tierwohl soll Exporte sichern
In wenigen Wochen wird die Agrarmarkt Austria das neue Siegel für den Milchbereich vorstellen. Tierwohl an sich ist nicht der Grund dafür.

Die Agrarmarkt Austria (AMA) arbeitet an einem neuen Gütesiegel für Tierwohl. Die Anforderungen im Bereich Tierschutz werden höher sein als die Kriterien für das bestehende AMA-Basis-Gütesiegel.

Vorerst wird es das Tierwohl-Siegel nur für den Milchbereich geben. Der Grund dafür sind die Milchexporte nach Deutschland. Etwa 40 Prozent der heimischen Milch werden nach Deutschland verkauft. Dort haben sich die großen Lebensmitteleinzelhändler auf ein vierstufiges System zu Kennzeichnung der Tierhaltung verständigt.

Premium-Segment

Es beginnt bei Stallhaltung der Tiere als Stufe 1 und geht bis zum Premium-Segment Stufe 4 mit besonders viel Platz und Auslaufmöglichkeiten. Zusätzlich gibt es ein Monitoring-Programm für Futtermittel, Salmonellen und Antibiotika. Auch für Tiertransporte und Hygiene wurden Kriterien festgelegt.

In Österreich gab es immer wieder Kritik von Tierschützern am AMA-Gütesiegel. Doch der eigentliche Grund für das neue Tierwohl-Gütesiegel sind ökonomische Überlegungen. Um die Milch-Exporte nicht zu gefährden, soll das AMA-Gütesiegel mit dem deutschen System vergleichbar sein, lautet die Vorgabe vom Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Josef Moosbrugger.

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