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Wirtschaft
07/10/2020

Neuer WKÖ-Tourismusobmann für MwSt-Senkung bis Ende März 2021

Temporäre Senkung der Umsatzsteuer gilt bis Jahresende - Seeber: 10 Prozent der Betriebe könnten Coronakrise nicht überleben

Der neue WKÖ-Tourismusobmann Robert Seeber fordert angesichts der Coronakrise eine Verlängerung der temporären Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungsbetriebe von Jahresende auf Ende März 2021. Dezember sei "nicht der optimale Zeitpunkt, das zu beenden", sagte Seeber im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radio.

Senkung am 30. Juni beschlossen

Die als Coronahilfe für Unternehmen gedachte temporäre Mehrwertsteuersenkung ist am 30. Juni im Nationalrat einstimmig beschlossen worden. Neben Gastronomie sowie Kultur-und Medienbranche profitieren von der Novelle auch Beherbergungsbetriebe oder etwa Zoos. Die Umsatzsteuer für Übernachtungen liegt damit bis Jahresende bei 5 Prozent, anstatt wie zuvor bei 10 Prozent.

Laut dem WKÖ-Tourismusobmann könnten aufgrund der Coronakrise 10 Prozent der Betriebe die wirtschaftliche Durststrecke nicht überleben. Ausschlaggebend werde sein, wie lange die Coronavirus-Pandemie noch andauere. "Die Betriebe, die schon vor der Coronazeit eine ganz dünne Eigenkapitaldecke hatten bzw. die keinen wirtschaftlichen Speck ansetzen konnten, da werden einige sicherlich in Schwierigkeiten kommen", sagte Seeber.

Laut aktueller Buchungslage sind im Juli und August die Betten der heimischen Tourismusbetriebe im Schnitt nicht einmal zur Hälfte ausgelastet, in Wien ist gerade einmal jedes zehnte Bett belegt. Hohe Auslastung melden Betriebe rund um Seen.

"Hilfen laufend verbessern"

Die Corona-Hilfen der türkis-grüne Regierung verteidigte der Wirtschaftskammervertreter. Es sei "vermessen", zu sagen, "da geschieht nichts". Die WKÖ dränge darauf, dass "die Hilfen laufend verbessert werden".

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) lobte am Freitag, das von der Regierung angekündigte Coronavirus- Informationssystem. "Die Corona-Ampel kann Sicherheit geben und so viele Arbeitsplätze retten", so ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer in einer Aussendung. "Dann heißt es nicht mehr, ein ganzes Bundesland verzeichnet mehr Fälle, es wird auf den Hotspot reduziert und dort ganz genau betrachtet, wenn die Ampel von grün auf gelb umspringt und wieder retour, weil die Maßnahmen rascher greifen."

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