Musk vorgeladen: Razzia bei X in Paris

FILE PHOTO: Elon Musk becomes first person worth $700 billion following pay package ruling
Mitunter sollen Algorithmen in dem sozialen Netzwerk derart verändert worden sein, um rechtsextremen Inhalten mehr Aufmerksamkeit zu verleihen.

Zusammenfassung

  • Razzia bei Online-Dienst X in Paris wegen Ermittlungen zu voreingenommenen Algorithmen und rechtsextremen Inhalten.
  • Elon Musk und Ex-Geschäftsführerin Linda Yaccarino für Anhörung am 20. April vorgeladen.
  • Neue Vorwürfe betreffen Holocaust-Leugnung und Deepfakes durch KI-Chatbot Grok; Plattform X soll künftig französische Gesetze einhalten.

US-Tech-Milliardär Elon Musk muss bei der Pariser Staatsanwaltschaft vorstellig werden: Die französische Behörde hat im Zuge ihrer Ermittlungen gegen Musks Online-Dienst X ihn und die ehemalige Geschäftsführerin Linda Yaccarino für den 20. April zu einer Anhörung vorgeladen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. 

Zuvor waren im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Verdachts der Nutzung voreingenommener Algorithmen die Büros von X in Paris durchsucht worden.

Vorwürfe wegen Holocaust-Leugnung

Die Cybercrime-Einheit der Behörde sei bei der Razzia auch von Europol und der französischen Polizei unterstützt worden, hieß es. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt seit rund einem Jahr gegen X wegen des Vorwurfs, dass Algorithmen in dem sozialen Netzwerk verändert worden sein sollen, um rechtsextremen Inhalten mehr Aufmerksamkeit zu bescheren.

Neu sind seit Kurzem auch Vorwürfe wegen Holocaust-Leugnung und sexualisierter Abbildungen. Dabei geht es um vom KI-Chatbot Grok erstellte Bilder von Frauen und Kindern, sogenannte Deepfakes. Deepfakes sind mit Hilfe von KI erstellte Videos, Bilder oder Audio-Dateien, die täuschend echt wirken, es aber nicht sind.

Die Ermittlungen verfolgten einen konstruktiven Ansatz und hätten das Ziel, einen Betrieb der Plattform X in Frankreich im Einklang mit den französischen Gesetzen zu gewährleisten, sagte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau. 

Die Behörde kündigte zudem an, die Plattform X zu verlassen und künftig auf LinkedIn und Instagram zu kommunizieren. LinkedIn gehört zu Microsoft und Instagram zum Meta-Konzern.

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