Wirtschaft
11.01.2013

Kovats plant Börse-Comeback

Mirko Kovats will der A-Tec neues Leben einhauchen. Vorwürfe der Steuerhinterziehung weist er zurück.

Mirko Kovats führt mit der Wiener Börse Gespräche über eine Wiederaufnahme des Handels mit A-Tec-Papieren und erwägt auch eine "Wiederbelebung" der vier Kernbereiche des einstigen Großkonzerns, der 2010 in die Insolvenz geschlittert war. Dabei denkt Kovats etwa an "Targets" im Bereich E-Motoren, Maschinenbau, Kupfer-Kathoden und -Anoden, Anlagenbau und Umwelttechnik, sagte der A-Tec-CEO in einem Interview mit dem WirtschaftsBlatt.

"Ohne Börsehandel keine Akquisitionen", so Kovats. Erst danach könne man etwa über eine Kapitalerhöhung nachdenken, an der er sich "mit eigenem Kapital beteiligen würde". Nach Problemen bei der Australien-Tochter der Anlagenbausparte AE&E und Schwierigkeiten bei der Refinanzierung einer Anleihe wurde über die A-Tec im Oktober 2010 ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eröffnet, das nach Bestätigung des Sanierungsplans im Mai 2011 aufgehoben wurde.

Vorwürfe "entkräften"

Zu dem gegen ihn laufenden Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Wirtschaftsdelikte und Steuerhinterziehung meint Kovats im Wirtschaftsblatt, er werde alle Vorwürfe "entkräften". Insolvenzverschleppung habe es seinerzeit keine gegeben, erst in der zweiten Oktoberhälfte 2010 sei klargewesen, dass ein solcher Schritt unumgänglich sei. Kovats: "Danach haben wir rasch den Antrag gestellt. Wir haben nichts verschleppt."

Dass Kovats Steuerhinterziehung von bis zu 16 Mio. Euro vorgeworfen wird, erklärt der Industrielle so: "Vielleicht kommt die Summe deswegen zustande, weil gefundene Schuldscheine stets nur die selbe, ansteigende Schuld repräsentieren, die Behörden aber vielleicht mangels Englischkenntnissen Beträge fälschlich addiert haben, statt den Wert einmal anzusetzen."