Millionenpleite eines Familienbetriebs für Laserbeschriftungen
Insolvenz im Burgenland (Symbolbild)
„Das Familienunternehmen JustLaser ist spezialisiert auf Lasermaschinen, um verschiedenste Materialien, wie Metalle, Holz, Acryl, Kunststoffe, Textilien und vieles mehr zu gravieren, schneiden und markieren. Das Unternehmen mit Sitz im Raum Wels, Österreich, zeichnet sich durch ein einzigartiges Expertenteam aus, das über viele Jahre Branchenerfahrung verfügt. Die präzisen Laser Cutter, Lasergravierer und Lasermaschinen von JustLaser bieten ein einfaches und schlagkräftiges Werkzeug für Industrie und Gewerbeunternehmen“, heißt es auf der Homepage.
Über das Vermögen der JustLaser GmbH, FN504115x, mit Sitz in Thalheim bei Wels ist am Landesgericht Wels ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das bestätigen AKV und KSV1870 dem KURIER. 11 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.
Das antragstellende Unternehmen ist im Handel sowie im Service von Lasermaschinen tätig. „Wie im Eröffnungsantrag ausgeführt wird, war vorgesehen, durch ein neues Geschäftskonzept mit Schwerpunkt auf OEM-Partnerschaften anstelle eigener Produktion entsprechende Marktanteile zu gewinnen“, heißt es weiters.
Die Insolvenzursachen
„Die Pleiteursachen werden darauf zurückgeführt, dass das schuldnerische Unternehmen seit seiner Gründung mit äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Corona-Pandemie, Energiekrise, Inflation, Krieg in der Ukraine, Krisen im Nahen Osten und vergleichbare Entwicklungen) konfrontiert war. Dies hatte zur Folge, dass der ursprünglich zugrunde gelegte Unternehmensplan deutlich verfehlt wurde“, so der AKV. „In den Jahren 2024 und insbesondere 2025 war ein spürbarer Rückgang des Auftragseingangs zu verzeichnen. Die Erwartung einer Entspannung der wirtschaftlichen Lage hat sich infolge des Krieges im Iran und der dadurch ausgelösten erneuten Energiekrise nicht erfüllt, sondern vielmehr in ihr Gegenteil verkehrt.“
Unter diesen Umständen sei es der Schuldnerin nicht mehr möglich, „eine mittelfristig positive Geschäftsentwicklung, die als Voraussetzung für eine weitere Finanzierung erforderlich wäre, in nachvollziehbarer und seriöser Weise darzustellen“.
Schulden und Vermögen
Die Verbindlichkeiten werden mit rund 2,7 Millionen Euro beziffert. „Auf der Aktivseite gibt es einen Lagerbestand in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro und das Anlagevermögen wird mit 175.000 Euro bewertet.
Keine Sanierung
Es ist keine Fortführung und keine Sanierung geplant. Der Betrieb soll geschlossen werden.
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