Bittere Pleite einer ambitionierten Schlosserei

Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit 20 Prozent Quote geboten werden.
Das Wort „insolvent“ ist durch ein Loch in einem grünen Blatt Papier sichtbar.

Dieses traditionsreiche Familienunternehmen blickt auf eine mehr als 120-jährige Geschichte zurück. Seine Ursprünge gehen auf einen Betrieb als Hufschmied zurück, so Creditreform. Die Karl Lang & Sohn Metallbautechnik GmbH mit Sitz in Welten, Bezirk Jennersdorf, hat am Landesgericht Eisenstadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das Verfahren wurde laut AKV bereits eröffnet. 20 Mitarbeiter sind betroffen. Die Löhne und Gehälter seien teilweise seit Dezember 2025 ausstehend.

„Das Produktportfolio umfasst eine Vielzahl von hochwertigen Metall- und Glaselementen, darunter Zäune, Geländer, Treppen, Fassaden und Portale“, heißt es weiters. „In der Schlosserei in Welten werden Portale, Blumentröge, Balkone, Treppen, Geländer, Zäune sowie komplexe Alu-Portalkonstruktionen, Alu-Fassadenkonstruktionen, Verglasungsarbeiten, Schiebe- und Falttürenelemente geplant und gebaut.“ 

Die Insolvenzursachen

„Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Schuldnerin sind im Wesentlichen auf einen deutlichen Rückgang des Auftragsvolumens in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 zurückzuführen. Mehrere große Auftraggeber haben wegen der allgemein angespannten wirtschaftlichen Situation Projektvorhaben verschoben beziehungsweise vollständig storniert“, so der AKV. „Die Bemühungen um neue Auftraggeber sowie ein verstärkter Fokus auf den Privatkundensektor haben leider nicht die gewünschten Ergebnisse erbracht. Daher sah sich die Schuldnerin gezwungen, die Sanierung im Rahmen eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens zu betreiben.“

Schulden und Vermögen

Die Verbindlichkeiten werden mit 867.000 Euro beziffert, die Aktiva mit 112.000 Euro.

Die Zukunft

Die Schuldnerin beabsichtigt die Fortführung des Unternehmens. Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit 20 Prozent Quote geboten werden. „Dieser Sanierungsplan soll unter anderem durch Optimierungen im Betrieb, Steigerung des Auslastungsgrads und durch einen strikten Sparkurs finanziert werden. Laut eigenen Angaben ist die aktuelle Auftragssituation zufriedenstellend und kann der angepeilte Zielumsatz für 2026 erreicht werden“, so der AKV.  

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