Saftige Pleite eines berühmten Weinguts

Unklar ist, ob das Weingut fortgeführt und saniert werden wird.
Eine orangefarbene Gartenschere liegt auf einem Haufen grüner Weintrauben.

„Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, ein bayrischer Weinenthusiast, der sein Herz an die Steiermark verlor. Der Anblick der Hügel samt ihren schwindelnd-steilen Rebzeilen fesselte ihn. Die würzig-duftende Luft der hoch liegenden Mischwälder erfüllte ihn mit Lebensfreude. Die Ruhe und das Selbstverständnis der Steirer lockten Ihn zu bleiben. Und so blieb er! Der Rest ist Geschichte. Und der Genuss hier, Liebe auf den ersten Blick!“, heißt es auf der Homepage. „Der Münchner Hans Kilger begleitet und berät als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sehr erfolgreich Unternehmen. Aber der passionierte Genießer und Naturfreund trägt schon lange eigene Ideen von nachhaltiger, naturnaher Landwirtschaft und exzellenten Lebensmitteln im Kopf, die er nun mit Begeisterung realisieren lässt.“ 

 Und weiters heißt es: „2015 gründet er in der Weststeiermark das Weingut Domaines Kilger. 2017 folgt im Südburgenland das Weingut Schiefer & Domaines Kilger mit Ausnahmewinzer Uwe Schiefer. Ausgedehnte Landgüter in Siebenbürgen und der Steiermark, auf denen für die Bisons, Wasserbüffel und andere Edelfleischrassen gezüchtet werden, die die Genusswelt der Domaines Kilger abrunden.“

Die Rede ist vom Weingut DOMAINES KILGER GmbH & CO KG mit Sitz in Gamlitz, Steiermark. Über das Vermögen wurde laut Creditreform und AKV am Dienstag unter dem Aktenzeichen 25 S 51/26a ein Konkursverfahren eröffnet. Laut Creditreform liegen noch keine belastbaren Daten zum Verfahren und den Schulden vor.

"Das Unternehmen mit Sitz in 8462 Gamlitz, Eckberger Weinstraße 32 beschäftigt sich mit der Erzeugung sowie dem Vertrieb hochwertiger Lebensmittel, insbesondere mit dem Großhandel mit Wein und Spirituosen. Weiters werden Ferienhäuser vermietet", so der AKV. "Das Unternehmen hält diverse Beteiligungen im Bereich Wein- und Spirituosenerzeugung bzw. Lebensmittel bzw. Vermietung."

Schulden und Vermögen

Im Firmenbuch wurde zuletzt ein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 eingetragen. Darin wird der Verlust mit 26,67 Millionen Euro beziffert und die Verbindlichkeiten mit 80,65 Millionen Euro. Das negative Eigenkapital wurde mit 18,56 Millionen Euro beziffert. Die Sachanlagen wurden mit 37,97 Millionen Euro und die Finanzanlagen mit 10,83 Millionen Euro ausgewiesen.

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