Millionenpleite eines bekannten Zahnarztes
„Als Gründe für meine Insolvenz führe ich einen drastischen Rückgang meiner Umsätze und meines Gewinns im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise sowie einen Gewinneinbruch im abgelaufenen Jahr 2025 bei gleichbleibend hohem Privataufwand an. Durch verstärktes Marketing ist es mir gelungen, den Umsatz ab Jänner 2026 wieder auf das Niveau der Jahre 2022, 2023 und 2024 zu bringen, sodass ich für die Folgemonate mit ähnlichen Umsätzen rechne“, heißt es im Insolvenzantrag. „Sanierungsmaßnahmen sind vornehmlich im privaten und nicht im betrieblichen Bereich erforderlich. Nicht notwendige private und betriebliche Ausgaben habe ich in den letzten Wochen reduziert und werde diese kontinuierlich weiter zurückfahren.“
Und weiters heißt es: „Die für den Betrieb meiner Ordination wesentlichen Lieferanten haben mir zugesichert, mich weiterhin zu beliefern, sodass die Fortführung der Ordination gesichert ist. Der Finanzplan zeigt, dass während eines Zeitraums von 90 Tagen sowohl die laufenden Kosten und Aufwendungen als auch die Kosten des Sanierungsverfahrens durch laufende Einnahmen erwirtschaftet werden können.“
Der Wiener Zahnarzt Dr. Tomasz Pawlowski hat laut Creditreform ein Sanierungsverfahren beantragt, nachdem das Finanzamt Österreich am Handelsgericht Wien einen Insolvenzantrag gestellt hatte. „Ich betreibe seit dem Jahr 2010 eine Zahnarztordination in Wien mit dem Schwerpunkt Implantologie. Der Standort der Ordination ist 1010 Wien, Tuchlauben 7/4. Die Ordination wird in Form eines Einzelunternehmens geführt“, heißt es im Antrag weiters. Vier Angestellte und zwei Lehrlinge sind von der Pleite betroffen.
Schulden und Vermögen
Die Aktiva werden mit 380.366,79 Euro beziffert, die Passiva mit rund 2,56 Millionen Euro.
Die Sanierung
„Das Finanzierungserfordernis für die Erfüllung des Sanierungsplans soll durch die laufenden Einnahmen aus meiner Ordination, meinen Pensionseinkünften aus dem Versorgungswerk der Zahnärzte, meiner knapp bevorstehenden Pension von der SVS und (bis zur Verwertung meiner Eigentumswohnung in Deutschland) meinen Mieteinnahmen erwirtschaftet werden“, heißt es im Antrag. „Die an das Finanzamt Österreich verpfändete Eigentumswohnung in Dinslaken, Deutschland soll verwertet werden, wobei ich derzeit von einem Erlös von zumindest 250.000 Euro ausgehe.“ Er beabsichtigt, „diese Immobilie im Einvernehmen mit dem Finanzamt als Absonderungsgläubigerin während des laufenden Sanierungsverfahrens zu verwerten“.
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