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Millionenpleite eines bekannten Probiotika-Start-ups

Bekannter Kunstmäzen und erfolgreicher Investor sind Haupt-Gesellschafter.
Stempel "Insolvenz" auf Papier

„SlimBiotics® wurde 2018 gegründet und entstand aus der Entdeckung von Kimere – einem einheimischen fermentierten Getreide aus Perlhirse, das reich an wirkungsvollen probiotischen Stämmen ist, die die Stoffwechselgesundheit und das Gewichtsmanagement unterstützen“, heißt es auf der Homepage. „Wir haben die Kraft dieser pflanzlichen Probiotika genutzt und der Welt eine neue Klasse von Biotika präsentiert – aus der Natur gewonnen, wissenschaftlich fundiert und darauf ausgelegt, Menschen dabei zu helfen, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Mit SlimBiotics® enthüllt Mutter Natur ihre Geheimnisse – und bietet neuartige Mikroben und Mikronährstoffe, die das Potenzial haben, die menschliche Gesundheit wie nie zuvor zu verändern.

Und weiter heißt es. “Vom Korn zur Kultur – SlimBiotics® hat seinen Ursprung in den Perlhirse-Kürbissen des Mbeere-Volkes in Kenia, wo jahrhundertealte Kimere-Fermentationsverfahren leistungsstarke Laktobazillen hervorbringen. Wir haben dieses alte Wissen in die weltweit erste pflanzliche Pro- und Postbiotika-Mischung einfließen lassen, die darauf ausgelegt ist, die moderne Stoffwechselgesundheit zu verbessern."

Über das Vermögen der SlimBiotics GmbH ist am Mittwoch am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das bestätigt Günther Moser vom Österreichischen Verband Creditreform dem KURIER. Betroffen ist ein Dienstnehmer.

Geschäftsführer und Gesellschafter

Das 2019 gegründete Unternehmen entwickelte pflanzliche Probiotika auf Basis fermentierter Perlhirse aus Kenia. Im Firmenbuch scheint der Wiener Kunstmäzen und Sammler Helmut Essl mit 48,4 Prozent als Hauptgesellschafter und Geschäftsführer auf. Weitere Kapitalgeber sind die liechtensteinische Alex Schütz Familienstiftung (43,3 Prozent) und die Grazer Risikokapitalfirma eQventure GmbH (4,79 Prozent).

Insolvenzursachen

Als Hauptursache der Insolvenz nennt die Schuldnervertreterin eine uneinbringliche Forderung in Höhe von rund 500.000 Euro gegenüber der hundertprozentigen Tochterfirma SlimBiotics Inc. in Los Angeles. Die kriselnde Außenwirtschaft und die Zollpolitik der US-Regierung hätten sich negativ ausgewirkt. Hinzu seien massive Kostensteigerungen gekommen, wodurch dringend benötigte Liquidität verloren gegangen sei.

Die Schulden

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 1,74 Millionen Euro, betroffen sind 25 Gläubiger

Keine Sanierung

Eine Sanierung ist laut Creditreform derzeit nicht geplant.

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