Millionenpleite eines bekannten Medienlogistikers

Millionenpleite eines bekannten Medienlogistikers
Die Sanierung des Unternehmens ist gescheitert, das Unternehmen hat jetzt einen Konkurs beantragt.

"Geschäftsführer Franz Lintner hatte seine Geschäftspartner auch vor wenigen Tagen schriftlich informiert, dass die Beantragung eines Konkursverfahrens unumgänglich sei, da nahezu alle beim Unternehmen verbliebenen Verlage eine Liefer- und Remissionssperre über ihre Produkte verfügt haben, sodass neue Kundenaufträge zunehmend ausblieben und die Buchhandelsumsätze nunmehr vollständig eingebrochen sind", weiß Alexander Klikovits vom KSV1870.

Die Rede ist von der Medienlogistik Pichler-ÖBZ GmbH & Co KG (FN 51380i) mit Sitz in Wr. Neudorf. Sie hat einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Der KSV1870 geht davon aus, dass das Insolvenzverfahren zeitnah eröffnet werden wird.

Geschätzte 12 Millionen Euro Schulden

"Bekanntlich wurde bereits im Jänner 2023 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen des Unternehmens eröffnet, in welchem die Gläubiger einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 % akzeptierten, wovon eine Teilquote von 10 % bereits an die Gläubiger bezahlt wurde, während die restlichen 10 % mit Ende des Jahres 2023 fällig gewesen wären. Dieses Verfahren wurde formell am 19.06.2023 aufgehoben", heißt es weiter. "Unabhängig vom nunmehrigen Konkursverfahren hatte das Unternehmen bereits Ende August darüber informiert, dass der Geschäftsbetrieb mit Jahresende 2023 eingestellt werden soll, nachdem der Versuch, einen Investor zu finden, gescheitert war."

Zur aktuellen Höhe der Verbindlichkeiten liegen dem KSV1870 keine Angaben vor. Im ehemaligen Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung betrugen die zu berücksichtigenden Passiva rund zwölf Millionen Euro.

 

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