Millionenpleite von bauernladen.at: Digitaler Bauernmarkt kämpft ums Überleben
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Über das Vermögen der „bauernladen.at" B2B GmbH (FN 486482s) mit Sitz in Wien-Simmering wurde am Dienstag ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet. Das betätigen Creditreform und AKV dem KURIER. Die Insolvenz trifft 283 Gläubiger und vier Dienstnehmer.
Die Schuldnerin betreibt einen digitalen Marktplatz unter www.bauernladen.at für den Direktvertrieb bäuerlicher Erzeugnisse im In- und Ausland. Laut Firmenbuch fungieren Markus Bauer und Bernhard Gily als Geschäftsführer des Unternehmens.
Globale Krisen als Auslöser
Als insolvenzursächlich nennt Creditreform globale Krisen – insbesondere den „Iran Krieg" – sowie die anhaltende Inflation mit stark gestiegenen Energiepreisen und Personalkosten. „Kunden gaben zunehmend weniger Bestellungen in Auftrag, die Umsätze gingen zurück", heißt es. Wegen der Höhe der Verbindlichkeiten sei die Insolvenzantragstellung schließlich alternativlos gewesen.
Dramatische Schieflage
Die Zahlen offenbaren das ganze Ausmaß der finanziellen Schieflage: Die Aktiva betragen lediglich 32.676,42 Euro, die Passiva aber 1,691 Millionen Euro.
Die Zukunft
"Die Zukunft des digitalen Bauernmarktplatzes bleibt ungewiss", so Günther Moser von Creditreform.
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