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Wirtschaft
07/25/2022

Mehr Insolvenzen: Britische Restaurants leiden unter Brexit

Zahl der Insolvenzen ist im vergangenen Jahr um fast zwei Drittel angestiegen.

Die Folgen des Brexit und die steigenden Lebenshaltungskosten setzen vielen Restaurants in Gro√übritannien deutlich zu. Die Zahl der Insolvenzen ist im vergangenen Jahr um fast zwei Drittel (64 Prozent) angestiegen, wie das Wirtschaftspr√ľfungsunternehmen UHY Hacker Young in einer aktuellen Auswertung analysierte. Meldeten im Jahr 2020/21 (31. M√§rz) noch 856 Restaurants Insolvenz an, waren es im Folgejahr 1.406.

"Restaurants, die dank staatlicher Unterst√ľtzung halbwegs durch die Pandemie gekommen sind, haben nun mit neuen Herausforderungen in Form einer steigenden Inflation, Personalmangel nach dem Brexit und G√§sten, die einfach nicht mehr so viel ausgeben k√∂nnen, zu k√§mpfen", sagte UHY-Partner Peter Kubik am Montag einer Mitteilung zufolge.

Schwer ohne Arbeitskräfte aus anderen Ländern

Insbesondere kleinere Restaurants litten darunter, nicht mehr ohne weitere Arbeitskr√§fte aus der EU einstellen zu k√∂nnen, sagte Kubik. "Viele finden einfach nicht gen√ľgend Angestellte, um so arbeiten zu k√∂nnen, dass sie profitabel bleiben."

Seit dem Brexit ist die Freiz√ľgigkeit f√ľr Arbeitnehmer aus der EU in Gro√übritannien - und umgekehrt - zu Ende gegangen. Nun sind teure Visa notwendig, die vom Arbeitgeber gesponsert und in einem aufwendigen Verfahren beantragt werden m√ľssen.

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