Wirtschaft
27.03.2017

Martin Füllenbach zum neuen Semperit-Chef bestellt

Füllenbach soll den Job per 1. Juni 2017 antreten. Das Mandat soll bis 31. Dezember 2020 laufen.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Semperit-Chef Thomas Fahnemann (56) hat der Gummi- und Kautschukhersteller einen neuen Vorstandschef (CEO) gefunden. Der gebürtige Deutsche Martin Füllenbach (49), zuletzt CEO der Oerlikon Leybold Vakuum, soll dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 26. April vorgeschlagen werden, gab das Unternehmen am Montag bekannt.

Füllenbach soll den Job per 1. Juni 2017 antreten. Das Mandat soll bis 31. Dezember 2020 laufen.

"Exzellenter Manager"

Der 49-Jährige Füllenbach studierte Wirtschafts- und Organisationswissenschaften in München mit anschließender Promotion im Bereich Finanzwissenschaften (Nürnberg). Nach über zehn Jahren als Offizier der Deutschen Bundeswehr mit zahlreichen internationalen Einsätzen standen Aufgaben beim Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS im Planungsstab des Vorstandsvorsitzenden sowie der Programmplanung der Militärflugzeugfertigung am Beginn seiner Industriekarriere, heißt es in der Mitteilung.

Von 2007 bis 2012 war Füllenbach Leiter der Unternehmensentwicklung sowie von 2007 bis 2012 Geschäftsführer der Voith Turbo mit Sitz im deutschen Heidenheim. Neben seiner Tätigkeit als CEO der Oerlikon Leybold Vakuum war der Manager seit 2014 Mitglied des Konzernvorstandes der OC Oerlikon AG (Pfäffikon, Schweiz).

Füllenbach sei dem Semperit-Aufsichtsrat bereits aufgrund seiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten als "exzellenter Manager" bekannt gewesen und gehörte seit Längerem zu einem Pool von potenziellen CEO-Kandidaten, streut man dem Deutschen Rosen. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Martin Füllenbach einen anerkannten, internationalen Topmanager als neuen Vorstandsvorsitzenden gewinnen können. Wir sind davon überzeugt, dass die Semperit-Gruppe von seinem Know-how und seiner Erfahrung, vor allem bei der Neuaufstellung von Unternehmen sowie beim Aufbau und der Entwicklung von neuen Geschäftsbereichen, enorm profitieren wird", so Aufsichtsrats-Chef Veit Sorger.