Wirtschaft | Karriere
16.11.2018

Propak Trendtag: Verpackungsindustrie macht sich zukunftsfit

Die Verpackungsindustrie beschäftigt sich mit ihrer Zukunft: Wie zieht man Fachkräfte an, was müssen Führungskräfte können?

Propak-Unternehmen bieten attraktive Karrierechancen. Und dennoch: Es fällt ihnen schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden“, sagt Propak-Fachverbandsobmann Georg Dieter Fischer vor rund 100 Teilnehmern. Unter dem Motto „Smart work. smart people – Arbeiten in turbulenten Zeiten“ lud der Fachverband Propak Branchenvertreter zum Trendtag 2018 und präsentierte dabei die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema Qualifizierungsbedarf in der Verpackungsindustrie.

Mit der Digitalisierung verändern sich Produktionsverfahren und Geschäftsprozesse, dafür braucht es neue Kompetenzen. Laut Industriewissenschaftlichem Institut (IWI) weisen 71 Prozent der Unternehmen in der Branche derzeit unbesetzte Stellen auf. So ist etwa die Nachfrage nach Verpackungstechniker und Verpackungstechnikerinnen in der Bodensee-Region groß.

Coach Anneliese Aschauer-Pischlöger ging der Frage nach, was Führungskräfte heute benötigen, um in einer Welt, die sich ständig verändert, instabiler und unvorhersehbarer wird, zu reüssieren.

Ihr Plädoyer: „Es braucht Führungskräfte mit Empathie und Gestaltungswillen, die der Sache und den Menschen gleichermaßen dienen wollen.“ Im Anschluss blickten Studierende und ein junger Verpackungstechniker in die Zukunft und präsentierten dem Publikum ihre Vorstellungen über das Arbeiten im Jahr 2030.

In Oberösterreich findet man derzeit kaum Lehrlinge. In Tirol gibt es offene Stellen, etwa in der Qualitätskontrolle; auch Drucker und Druckerinnen werden hier gesucht.

In seiner unterhaltsamen und spannenden Keynote betonte Genetiker Markus Hengstschläger, dass die wichtigste Frage für die Zukunft ist, die Fülle an vorhandener Information richtig bewerten und nutzen zu können. Die Gesellschaft braucht mutige, junge Menschen, die bereit sind, alte Wege zu verlassen um neue zu gehen.

Denn „nur wer es wagt loszugehen, kann auch Dinge finden, die er gar nicht gesucht hat,“ so Hengstschläger. Sein Appell: fürchten dürfe man sich vor der Zukunft nicht, denn sie komme so oder so.