© REUTERS/ALY SONG

Wirtschaft
12/22/2021

In fast jedem Produkt unterm Christbaum steckt ein Stück China

Viele Branchen könnten ohne Zulieferung aus dem Reich der Mitte gar nicht mehr produzieren.

von Thomas Pressberger

Nicht nur Produkte wie Weihnachtsschmuck und -beleuchtung auf dem Christbaum, sondern auch die meisten Produkte, die unter dem Christbaum liegen, stammen aus China. Die wenigsten Menschen würden glauben, was alles aus China nach Österreich verschifft wird, sagt Alexander Till, Repräsentant des Hamburger Hafens in Wien: „Nämlich fast alles.“

Ob Elektroartikel, Handys, Gartenmöbel, Sonnenschirme, Outdoor-Bekleidung, Schuhe, Spielzeug, Sportartikel, Fitnessgeräte – die Aufzählung ließe sich fast beliebig lange fortsetzen. Darüber hinaus kommen auch viele Branchen in Europa, von denen man es nicht annehmen würde, ohne China nicht mehr aus. „Fahrradproduktion wäre ohne China in Europa nicht mehr möglich“, sagt Till.

Alles eine Preisfrage

Der Grund, warum so viele Produkte aus China nach Europa eingeführt werden, ist einfach: „Der Preis“, sagt Till. In den 80er- und 90er-Jahren wurde China mehr und mehr zur verlängerten Werkbank Europas. Das hat so lange funktioniert, so lange die Transportkosten niedrig waren. Doch das ändert sich gerade dramatisch. Durch das hohe Transportaufkommen in der Containerseeschifffahrt hat sich der Mietpreis für einen Container von 2.000 auf 20.000 Dollar verzehnfacht. Und diese gestiegenen Kosten werden 2022 auf die Konsumenten abgewälzt, ist Till „zu 100 Prozent überzeugt“.

Nur wenige Waren kommen nach wie vor nicht aus China. Sicher kann man sich aber auch nur bei Produkten sein, die gekennzeichnet sind, wie Qualitätsprodukte aus Österreich, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.

„Bevor wir regelmäßig auf Online-Marktplätzen aus Drittstaaten bestellen, ist es besser, bei einem heimischen Handelsunternehmen zu shoppen, selbst wenn die Ware im Ausland produziert wurde“, sagt Will. Denn der Erlös bleibe damit zumindest teilweise in Österreich.

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