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Wirtschaft Immobiz
08/01/2021

So wollen wir leben: Die praktischen 3 G's und Neo-Biedermeier

Privatsphäre, Garten, genug Platz für Kinder und ein Homeoffice: Für 69 Prozent der Österreicher sieht so der Wohntraum aus.

von Nicole Zametter

Auf die Frage nach dem Wichtigsten im Leben antworten die meisten Menschen wohl: die Gesundheit. Überraschenderweise steht in Österreich „ein schönes Zuhause“ aber gleich an zweiter Stelle (97 Prozent), gefolgt von der Familie (94 Prozent). Das geht aus der kürzlich erschienenen Wohntraumstudie von Interhyp, Vermittler für private Wohnbaufinanzierungen hervor. Karriere, Freunde oder Erfolg im Beruf wurden als deutlich weniger essenziell eingestuft. Die Prioritäten der Österreicher haben sich nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Pandemie leicht verschoben. „Wir erleben einen Trend zum Neo-Biedermeier“, erklärt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp. „Sicherheit und ein fester und schöner Platz zum Wohnen stehen im Mittelpunkt für viele Österreicher. Der verstärkte Wunsch nach Stabilität ist ein Resultat der vergangenen Monate“, ist sich die Studienauftraggeberin sicher.

Die 3 G's im Traumhaus

Der Traum von den eigenen vier Wänden ist jedenfalls groß: 73 Prozent der Mieter träumen im Grunde vom Eigenheim. „Ganz oben auf der Wunschliste der Menschen steht das frei stehende Einfamilienhaus, die Sicherheit, Freiheit, Ruhe und einen Ort der Privatsphäre verkörpert“, sagt Mohr. Das Sicherheitsbedürfnis ist dabei ausgeprägter, als beispielsweise in Deutschland, wie die Vergleichsumfrage zeigt. Andreas Luschnig, Interhyp-Niederlassungsleiter in Wien, ergänzt: „Die medial diskutierten Wohntrends, wie zum Beispiel Shared-Living-Konzepte oder Tiny-Housing stoßen hierzulande auf wenig Begeisterung, Smart-Homes werden oft als Eingriff in die Privatsphäre gesehen. Die Idee, den Wohnraum zu verkleinern, ist gerade jetzt keine willkommene Neuerung.“ Dabei sind die Wohnprioritäten der Österreicher recht bescheiden: Garten, Garage und Gerümpelkammer heißen die drei G’s die im Wohnbereich priorisiert werden.

Der Weg zum eigenen Zuhause wird angesichts der steigenden Preise und des fehlenden Angebots als schwierig empfunden. Viele der Befragten befürchten beim Hauskauf außerdem eine hohe finanzielle Belastung durch die Finanzierung und schließen daraus, sich kein Eigentum mehr leisten zu können. Laut der Studie lohnt es sich dennoch für Mieter, den Wunsch in die Realität umzusetzen. „88 Prozent der Eigentümer sind mit der Entscheidung für ihrer Immobilie zufrieden. Viele im Vorfeld mit dem Kauf einer Immobilie verbundenen Ängste erweisen sich als unbegründet“, so Mirjam Mohr.

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