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© /Damir Cudic/IStockphoto.com

Service
01/18/2017

So gelingt der Start ins neue Zuhause

Ob man Kartons selbst transportiert oder ein Unternehmen engagiert: Ohne einer guten Vorbereitung kann ein Umzug schnell im Chaos enden. Hier ein paar Tipps für einen reibungslosen Ablauf.

Ist nach erfolgreicher Suche endlich ein neues Heim gefunden, gilt es, den Umzug zu organisieren. Noch bevor der eigentliche Ortswechsel stattfinden kann, steht allerdings die Kündigung der alten Wohnung an. Dabei sind einige Regeln zu beachten: "Befristete Mietverhältnisse, die im Voll- oder Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) liegen, kann der Mieter nach Ablauf eines Jahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist vorzeitig auflösen", erklärt Barbara Walzl-Sirk vom Mieterschutzverband.

Läuft ein Vertrag ohnehin aus, endet das Mietverhältnis automatisch.

Eine Ausnahme gibt es für Mieter von Ein- und Zweifamilienhäusern – bei ihnen kommt das MRG nicht zum Einsatz. Sie können einen befristeten Mietvertrag nur dann frühzeitig beenden, wenn eine Kündigungsmöglichkeit festgeschrieben wurde. "Ansonsten sind sie an die gesamte vereinbarte Mietdauer gebunden", sagt Walzl-Sirk. Unbefristete Verträge können jeweils zum Monatsletzten gekündigt werden. Dabei gilt – sofern nichts anderes vereinbart wurde – eine Kündigungsfrist von einem ganzen Monat. Wohnungswechselnde müssen sich dann entscheiden, ob sie den Umzug in Eigenregie durchführen oder ein professionelles Unternehmen beauftragen. Auf welche Variante die Entscheidung letztlich fällt, hängt neben dem Transportumfang auch von den jeweiligen finanziellen Mitteln ab. Ruft man einen Möbelspediteur zu Hilfe, sollte man sich schon im Vorfeld genau über die Kosten informieren. "Immer wieder kommt es vor, dass Firmen zwar einen Preis vorgeben, sich später aber nicht daran halten. Seriöse Anbieter machen sich vor dem tatsächlichen Umzugstermin vor Ort ein Bild von der Lage und erstellen dann ein Angebot", sagt Irene Randa, Beraterin beim Verein für Konsumenteninformation (VKI).
Neben der Transportmenge sind auch die Anzahl der benötigten Möbelpacker, der Anfahrtsweg, die geplante Dauer und das Service ausschlaggebend für den Preis. "Auf jeden Fall sollte man die unterschiedlichen Angebote und Konditionen vergleichen", rät die Expertin. Viele Firmen stehen beispielsweise für den Ab- und Aufbau der Möbelstücke zur Verfügung, andere übernehmen lediglich das Ein- und Ausladen des Lkws. Befindet sich die Wohnung nicht in den unteren Etagen, wird häufig ein Stockwerksaufschlag berechnet. Außerdem ist es wichtig, den Termin für den Umzug vertraglich zu vereinbaren. Wird dieser vom Unternehmen nach hinten verschoben, handelt es sich um einen Vertragsbruch. Entstehen für den Kunden zusätzlich Kosten, etwa, weil er für einige Tage weiter Miete bezahlen muss, kann er diese beim Unternehmen geltend machen.

Wer für Transportschäden eventuell haftet, ist eine Beweisfrage.

Kann dem Möbelspediteur keine Schuld nachgewiesen werden, etwa, weil man zerbrechliche Gegenstände selbst nicht sachgemäß verpackt hat, muss man auch selbst dafür aufkommen. "Das Risiko aus der Beförderung kann aber durch eine Transportversicherung abgesichert werden", sagt Ernst Pollak, Geschäftsführer des Fachverbandes Spedition und Logistik der Wirtschaftskammer Wien. Hat man diese abgeschlossen, ist es keine Frage der Schuld. Der Umstand der Beschädigung reicht für einen Schadensersatz aus. "Am besten dokumentiert man vor und nach der Übersiedlung den Zustand der Stücke", rät Pollak. Werden am Zielort Mängel festgestellt, sollte man sich diese vor Ort von einem Mitarbeiter des Unternehmens bestätigen lassen und schriftlich melden. Wurde kein Profi beauftragt, stellen Anbieter wie Europcar oder Sixt Umzugswagen zur Verfügung. Je nach Fahrzeug und Verleihfirma sind dafür mit rund 150 bis 250 Euro pro Tag zu rechnen.

Kunden sollten aber das zulässige Ladegewicht nicht überschätzen.

Sogenannte 3,5-Tonner beispielsweise dürfen auch Führerscheinbesitzer der Klasse B lenken. Sie verfügen über eine Ladekapazität von rund 1000 Kilogramm. Das entspricht maximal 50 Umzugskartons pro Fahrt. Wer am Tag der Übersiedlung nicht nach einem Parkplatz für die Be- und Entladung des Lkws suchen möchte, sollte sich um die Bewilligung einer kurzfristigen Halteverbotszone kümmern. Das schriftliche Ansuchen kann beim jeweiligen Straßenamt (in Wien die MA 46) beantragt werden und muss neben dem Ort und Zweck des Halteverbots auch eine Längenangabe sowie Beginn- und Endzeit beinhalten. In der Bundeshauptstadt belaufen sich die Kosten auf 52 Euro. Die Umzugsboxen können ebenfalls ausgeborgt werden.Die Boxen können ebenfalls ausgeborgt werden. Händler im Internet verlangen dafür meist unter einem Euro pro Stück. Für einen Kauf müssen rund zwei bis vier Euro pro Karton aufgewendet werden. Auch hier sind die Vertragsbedingungen wie Zeitraum des Verleihs, Umfang oder Strafzahlungen im Falle einer Beschädigung genau unter die Lupe zu nehmen. Von Bananenschachteln aus dem Supermarkt ist dagegen abzuraten. "Gerade für wertvolle Gegenstände sind sie oft nicht einmal die zweitbeste Lösung", sagt Pollak.

Für das Packen der Kartons sollte man ein paar Tricks berücksichtigen.

Harte und schwere Sachen kommen nach unten, weiche und leichte Dinge wie Handtücher nach oben. Zudem bringt es nichts, die Boxen bis oben vollzustopfen – ansonsten wölbt sich der Deckel und die Kartons lassen sich schlecht stapeln. Die Umzugskisten sollten nicht mehr als 15 bis 20 Kilogramm wiegen. Die Helfer müssen schließlich noch in der Lage sein, diese zu tragen. Jene Kisten, die am Zielort erst zum Schluss benötigt werden, sollten als Erstes verladen werden. Jene, die man dringend braucht, kommen am Ende in den Transporter. Zurrgurte verhindern zudem das Verrutschen. Ist alles verstaut, steht dem Start ins neue Zuhause nichts mehr im Weg.
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