© Jeff Mangione

Kolumne
08/11/2021

Berufsnomadin trifft Einrichtungsjunkie, oder: Die O-Methode

Die noch leere Wohnung, ein Paradies für Einrichtungsprofis. Nur wenn das Umziehen zur Gewohnheit wird, muss die O-Methode her.

von Nicole Zametter

Meine Freundin O. ist gerade nach Wien gezogen. Die Berufsnomadin zieht es alle zwei bis drei Jahre in ein anderes Land zu einer neuen Herausforderung. Ob sie Hilfe beim Einrichten braucht, frage ich sie, in der Hoffnung, mich ein wenig kreativ austoben zu dürfen. Immerhin bin ich berufsbedingt täglich von wunderbaren Wohn-Ideen umgeben und kann sie ja leider nicht alle in meinen eigenen vier Wänden umsetzen. „Ist schon erledigt“, winkt O. gelassen ab. „Ich kaufe mir stets dieselben Möbel. Das Schlafsofa von Ikea zum Beispiel, bereits zum vierten Mal.“ „Wie bitte“, schaue ich sie höchst irritiert an. Bei jedem Umzug wurde das gute Stück einfach verkauft und in der nächsten Wohnung wieder neu gekauft.

Mein Interiorverliebtes Herz blutet. „Das Schöne am Einrichten ist doch das Neugestalten“, will ich sie bekehren. Doch O. bleibt dabei. Ist wohl ihre Art von Kontinuität. Ich hingegen will mein in die Jahre gekommenes Sofa loswerden und durchforste seit Wochen sämtliche Möbelhäuser, online wie offline. Aber irgendwas stimmt immer nicht: Mal ist es zu groß, das andere zu klein, das nächste schön aber unbequem oder einfach zu empfindlich. (Risikofaktor: die Achtjährige!) Langsam erwärme ich mich für die O-Methode. Ob es meine alte Couch wohl noch gibt?

nicole.zametter@kurier.at

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