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Frittierte Fische: Ein Möbelhersteller mit ungewöhnlichem Namen

2009 gründetet Amélie du Passage Petite Friture (sinngemäß: frittierte Fische) um junge Designtalente zu fördern.

von Julia Beirer

05/05/2019, 05:00 AM

KURIER: Frau du Passage, Sie haben Petite Friture vor 10 Jahren gegründet. Wie haben sich Ihre Visionen seither verändert?

Amélie du Passage: Petite Friture ist mit seinen verspielten Produkten genau das, was ich wollte. Es hat gedauert, bis wir die DNA des Unternehmens gefunden haben, aber wir haben es geschafft. Die Herausforderung liegt nun in der Zukunft. Vor einem Jahr hätte ich diese Frage aber bestimmt nicht so sicher beantwortet. (lacht)

Was ist in diesem Jahr passiert?

Amélie du Passage: Der Moment, in dem ein Unternehmen wächst und mehr Menschen eingestellt werden, ist entscheidend. Wir haben als Team innegehalten und die Zeit aufgebracht, um herauszufinden, wohin wir gehen wollen.

Und wohin?

Amelie Du Passage: Wir finden Lösungen, fördern starke kreative Ideen und setzen sie in einem Produkt um. Unsere Designsprache ist zwar sehr verspielt, aber wie wir Produkte auswählen und mit ihnen arbeiten ganz und gar nicht.

Frau Guisset, Sie arbeiten von Beginn an für Petite Friture. Wie hat sich Ihr Design in der Zeit verändert?

Constance Guisset: Mein allererster Entwurf war „Vertigo“ und das war auch die erste Kollektion für Petite Friture. Ich gehe mit meinen Entwürfen immer ein Risiko ein. Es braucht Produzenten, die diesen Designs vertrauen. Amélie macht das. Ich bin glücklich, wenn ich zurückblicke und auch mit dem, was ich jetzt tue. Ich entdecke gerade Ideen, die ich schon länger im Kopf hatte.

Ist darum aus dem ehemaligen Spiegel „Francis“ ein Tisch geworden?

Constance Guisset: Der Spiegel entstand während eines Workshops in Dublin. Ich habe mit Wasserfarben gearbeitet, um das Verstreichen der Zeit im Spiegel zu symbolisieren. In einer Ausstellung habe ich die Spiegel dann auf den Boden gelegt und dadurch sind wir auf die Idee für den Tisch gekommen.

Ist die Leuchte „Vertigo“ auch zufällig entstanden?

Constance Guisset: Ja (lacht). Ich war im ersten Jahr an der Designschule und wollte die Struktur eines Zelts bei einer Leuchte anwenden. Dafür habe ich Bänder als Halterung eingeklemmt. Durch die Spannung ist dann die gebogene Form entstanden. Ich war damals selbst überrascht und wollte die Leuchte sofort produzieren lassen. Ich habe an Wettbewerben teilgenommen, aber immer verloren – bis ich Amélie getroffen habe.

Frau du Passage, welche Produkte werden ein Erfolg?

Amelie du Passage: Unsere Produkte überraschen. Ich glaube, dass sich das Design von der Masse abheben, aber auch effizient sein muss. Jedes Stück soll eine Geschichte erzählen – nicht mehr.

Namensfindung Petite Friture: „Petite Friture“ ist nach einem Gericht benannt, das mit Freunden – meist im Sommer – gegessen wird: Kleine frittierte Fische. Für du Passage ist es Teil der   französischen „art de vivre“ und symbolisiert Lebensfreude.

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