Wie kleine Gärten zu großen Paradiesen werden

Wie kleine Gärten zu großen Paradiesen werden
Ob wild romantisch oder klar strukturiert: Selbst wenn die Grünoase noch so klein ist, lässt sich die Bepflanzung umsetzen.

Für viele ist der Garten ein wichtiger Teil des Lebens. Er dient als Kraftquelle und Erholungsort. Doch nicht jeder ist mit einem großen Grundstück gesegnet. Für die Großstädte trifft das schon lange zu, mittlerweile ist das aber selbst auf dem Land wegen der gestiegenen Grundstückspreise keine Selbstverständlichkeit mehr.

Wie kleine Gärten zu großen Paradiesen werden

Terrassen geben dem Garten Struktur

Wertvolle Fläche gut nutzen

Umso mehr lohnt es sich, aus diesem wertvollen Stückchen Grün etwas besonders Schönes zu machen. Konstanze Neubauer hat sich in ihrem Buch „Kleine Gärten“ (Callwey Verlag, € 46,30) genau darauf konzentriert und präsentiert Gestaltungsideen, die von durchdachter Raumaufteilung, ökologischer Vielfalt und optimalen Nutzungsmöglichkeiten zeugen. Mit „Kleine Gärten“ fokussiert sich die Autorin auf Flächen zwischen 70 und 380 Quadratmetern. Mit Gartenplänen, ausführlichen Konzeptbeschreibungen und Infos zu Pflanzen und Materialien bietet die Autorin Anregungen und zeigt Möglichkeiten auf, wie der eigene kleine Garten gestaltet werden kann.

Wie kleine Gärten zu großen Paradiesen werden

Spalierbäume brauchen nicht viel Platz, bilden aber  trotzdem einen sehr guten Sichtschutz

Wasser, Stein und Pflanze

Kleine Räume brauchen Struktur, eine durchdachte Raumaufteilung. Dann lässt sich Tiefe und Spannung erzeugen und die wertvolle Fläche optimal nutzen. Gerade bei kleinen Gartengrößen lohnt es sich deshalb, besonders gut und intensiv zu planen. Man muss sich als Besitzer doch beschränken und daher gezielt auswählen, damit genug Platz für die drei wesentlichen Gestaltungselemente – Wasser, Stein und Pflanze – bleibt. „Versteht sich von selbst, dass die Pflanzen dabei stets die Hauptrolle übernehmen“, so die Autorin. Wasser wirkt immer und findet als Wasserspiel auch in kleinsten Gärten Platz. Es muss nicht immer der Schwimmteich oder das Pool sein. Wer dem sanften Plätschern einer Wasserschale oder einem kleinen Becken lauscht, kann für einige Augenblicke dem Alltag sehr gut entfliehen.

Wie kleine Gärten zu großen Paradiesen werden

Dachgärten brauchen ein Wechselspiel aus Geometrie und Wildheitd Wildheit

Lounge-Bereich

In ihrem Buch zeigt Konstanze Neubauer zahlreiche Gestaltungsbeispiele – auch aus Österreich – von namhaften Gartenplanern, die mit ihrem Know-how und ihrer Kreativität kleine Gärten zu unverwechselbaren, sehr persönlichen Wohlfühlorten machen. Jeder Garten braucht auch die passenden Möbelstücke. Die Möglichkeiten reichen von der Schaukel über Sonnenliegen bis zum Lounge-Bereich mit Esstisch. Sie erfüllen das Bedürfnis nach Behaglichkeit. Eine überdachte Außenküche lädt zum geselligen Beisammensein ein.

Oase am Dach

In dem neuen Bildband finden sich zudem Ideen für die Gestaltung von Dachgärten. Sie sind ein wahrer Luxus mitten in der Stadt und bedeuten pure Lebensqualität. Hier oben ist man Teil des pulsierendes urbanen Lebens und gleichzeitig sehr privat im eigenen grünen Freiluftzimmer. Die Tragfähigkeit eines Daches entscheidet letztendlich, was machbar ist und was nicht. Gerne wird hier auf Gegensätzliches zurückgegriffen. Geometrische Ordnung mit akkurat geschnittenen Sträuchern stehen Plätzen mit wilden Gräsern gegenüber. 

Ein Tipp zum Schluss: Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin und Oregano können platzsparend im vertikalen Kräutergarten etwa auch am Balkon gezogen werden. Dafür werden die Küchenkräuter in kleine Kistchen gepflanzt und an Lamellenwänden aus Holz übereinander montiert.

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