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Wirtschaft
05/07/2020

Hotelier ärgert sich über Politik: 1.527 Hotels derzeit geöffnet

"Eine schnelle Kommunikation der aktuellen Möglichkeiten würde für viele Hotels zumindest den Schaden im Mai reduzieren", sagt Michael Ploberger.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Am 29. Mai sperren in Österreich die Hotel- und Beherbergungsbetriebe wieder auf. Was angesichts der Coronakrise nach einer guten Nachricht klingt, sorgt beim Welser Hotelier Michael Ploberger für Verärgerung. „Mit Headlines wie ’Hotels dürfen mit 29. Mai wieder öffnen’ wird suggeriert, dass alle Hotels derzeit geschlossen haben“, sagt Ploberger, der ein Vier-Sterne-Betrieb mit 97 Zimmern in Wels führt. „Wir dürfen offenhalten, aber nur für Businesskunden. Die Leute dürfen aus geschäftlichen Gründen auch reisen.“ Nur sei das den wenigsten bekannt.

Tatsächlich haben derzeit 1.527 Hotels und Pensionen in Österreich geöffnet, darunter sind 333 Hotels in Oberösterreich, 259 in der Steiermark und 255 in Niederösterreich sowie 203 Hotels in Tirol. Unter der Internetadresse openhotels.at kann man nach offenen Herbergen suchen.

Schlüsselarbeitskräfte

Zurzeit dürfen Hotels Zimmer an Geschäftsreisende, Monteure, Personen- und Pflegebetreuer, Mitarbeiter im Lebensmittelhandel, Schlüsselarbeitskräfte und an Mitarbeiter von Hilfsorganisationen vermieten; ebenso an Personen, deren Wohnungen unbewohnbar sind.

Zudem dürfen Hotelzimmer fürs „Home Office“ vermietet werden. „Nach einem Gespräch mit der Hoteliervereinigung wurde mir sogar versichert, dass auch Pendler und Gäste aus dem Ausland erlaubt sind, sofern sie eine Gesundheitsbestätigung haben oder in Quarantäne sind“, sagt Ploberger zum KURIER. „Eine schnelle Kommunikation der aktuellen Möglichkeiten würde für viele Hotels zumindest den Schaden im Mai reduzieren.“ Die Anrufe von Gästen bestätigen laut Ploberger, dass Firmen für Mitarbeiter dringend Übernachtungsmöglichkeiten suchen.

Und die Hotels brauchen dringend Einnahmen. Ploberger musste (alleine bis 22. April) 2.996 Buchungstornierungen hinnehmen und 375.000 Euro Schaden verkraften.

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