Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Haushalte pro Jahr im Schnitt nur 16,62 Minuten lang ohne Strom

Die heimische Strom- und Gasversorgung erzielte 2025 niedrigere Störungswerte als im Jahr davor. Bei Strom wurde ein Bestwert seit 2005 erzielt.
Stromsicherungen für Haushalt.

Zusammenfassung

  • 2025 waren Haushalte im Schnitt nur 16,62 Minuten ohne Strom und 2,15 Minuten ohne Gas, jeweils weniger als 2024.
  • Bei Strom war es laut E-Control der niedrigste Ausfallwert seit Beginn der Aufzeichnungen 2005, begünstigt durch das Ausbleiben außergewöhnlicher regionaler Ereignisse.
  • Von 14.869 Strom- und 2.769 Gasunterbrechungen war ein großer Teil geplant, häufigste Ursache ungeplanter Stromausfälle waren Kabelschäden.

Die E-Control hat ihre neueste Störungsstatistik vorgelegt. Ihr zufolge gab es im gesamten Jahr 2025 für Stromkunden im Schnitt nur 16,62 Minuten lang ungeplante Stromausfälle. Gasausfälle gab es nur 2,15 Minuten lang. Sowohl bei Strom als auch bei Gas bedeutet das einen Rückgang gegenüber 2024, als die Werte bei 23,41 Minuten (Strom) bzw. 3,87 Minuten (Gas) lagen.

Niedrigster Ausfallwert bei Strom seit 2005

„Bei Strom sehen wir den besten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005“, sagt E-Control-Vorstand Alfons Haber. „Das liegt vor allem daran, dass es im Jahr 2025 kaum zu regional außergewöhnlichen Ereignissen gekommen ist.“ Stromleitungen sind exponierter als Gasleitungen, weshalb es durch Umwelteinflüsse häufiger zu Störungen kommt.

Geplante und ungeplante Unterbrechungen

In absoluten Zahlen waren es im vergangenen Jahr 14.869 Versorgungsunterbrechungen, die länger als eine Sekunde gedauert haben. Knapp 61 Prozent davon waren geplante Unterbrechungen durch Versorgungsunternehmen, 39 Prozent waren ungeplant. Bei Gas wurden in Summe 2.769 Versorgungsunterbrechungen gemeldet, davon 36 Prozent geplant und 64 Prozent ungeplant.

Kabelschäden waren häufigste Ursache

Die Gründe für ungeplante Unterbrechungen können unterschiedlich sein, etwa atmosphärische Einwirkungen, Fremdeinwirkung, netzbetreiberinterne Gründe sowie Rückwirkungsstörungen oder regional außergewöhnliche Ereignisse wie Erdbeben oder Überschwemmungen. Die häufigste Ursache 2025 waren Kabelschäden, die zu den netzbetreiberinternen Gründen zählen, mit mehr als 15 Prozent, gefolgt von atmosphärischen Einwirkungen (etwa Blitzschlag) mit knapp 10 Prozent.

„Ob geplante oder ungeplante Unterbrechung – der Netzbetreiber ist bei allen Störungen im Netz immer erste Anlaufstelle für die Kunden. Und diese haben auch das Recht, bei ihrem jeweiligen Netzbetreiber genaue Zahlen und Details zur jeweiligen Störungsstatistik abzufragen“, sagt E-Control-Vorstand Michael Strebl.

Kommentare