Gaspreise sinken, Entlastung für Haushalte nicht in Sicht

Gaspreis soll in den Griff bekommen werden
Das Energie-Dashboard des Klimaschutzministeriums weckt falsche Hoffnungen bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten.

Die Großhandelspreise für Gas in Europa sind in den letzten Wochen deutlich gefallen. Bei den Konsumentinnen und Konsumenten ist deswegen aber nicht mit einer Entlastung zu rechnen.

Am Montag kostete eine Megawattstunde Erdgas zur Lieferung im November am für Europa wegweisenden Handelsplatz TTF in Amsterdam erstmals seit Mitte Juni wieder weniger als 100 Euro. Das ist zwar immer noch gut drei Mal so hoch, wie im fünfjährigen Durchschnitt, aber weit weg von den Preisspitzen von bis zu 350 Euro im August.

Noch deutlich niedrigere Gaspreise von weniger als 40 Euro pro Megawattstunde zeigt das kürzlich vom Klimaschutzministerium gestartete Energie-Dashboard. Allerdings wird hier ein "Day-Ahead"-Preis angezeigt, also für Lieferungen am Folgetag. Das hilft den meisten Abnehmern nichts, denn für das Erdgas braucht man gegebenenfalls freie Speicherkapazitäten.

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