Starbanker und Millionär: "Leute wie ich werden nicht reich"

Gary Stevenson verließ die Finanzbranche und kämpft nun gegen soziale Ungleichheit
Dem in Armut aufgewachsenen Gary Stevenson gelang der Aufstieg in die Liga der Topverdiener – weil er auf den Untergang der Gesellschaft setzte.

Aus London Anna-Maria Bauer 

Es begann im Spiel. Mit einem Mathematik-Wettbewerb während seiner Studienzeit an der London School of Economics (LSE). Der erste Platz beförderte den Briten Gary Stevenson aus prekären Verhältnissen aufs exklusive Parkett der Londoner Börse. Und macht ihn in der Folge zum Aktivisten gegen soziale Ungleichheit.

Doch von vorne: Der Siegerpreis des „Trading Game“ war ein Praktikum bei der Citibank im 42. Stock eines Canary-Wharf-Hochhauses. Schnell wurde daraus eine Festanstellung, denn Gary erkannte, dass auch die Arbeit an der Aktienbörse eigentlich ein Spiel war. Eines, in dem man nur gewinnen konnte, wenn man bereit war, zu verlieren. Und mit dem Verlieren kannte er sich aus.

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