© APA/HANS KLAUS TECHT

Ölmarkt
06/22/2017

Es ist Zeit, ans Heizen zu denken

Überangebot dominiert: Der Ölpreis sinkt, weil die USA "fracken, was der Schiefer hergibt".

von Hermann Sileitsch-Parzer

Ans Heizen denkt bei diesen Temperaturen in Österreich vermutlich niemand – dabei wäre das gescheit: Der Ölpreis ist nämlich seit Wochen auf Talfahrt. Es wäre somit ein günstiger Zeitpunkt, den Heizöltank zu befüllen.

Denn auch am Donnerstag setzte sich der Abwärtstrend beim Ölpreis fort. Der Grund: "Es ist einfach zu viel Öl auf dem Markt", sagt Fereidun Fesharaki von der Beratungsfirma FGE. Schuld sei die steigende US-Produktion, sagte Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. "Öl ist billig, weil die USA fracken, was der Schiefer hergibt."

Nicht einmal der Beschluss der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), bis März 2018 weniger Öl zu fördern, konnte die Preise stützen. Und auch die jüngste Nachricht, dass die US-Lager gar nicht so üppig gefüllt sind, wie viele annehmen, verpuffte wirkungslos. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent notierte am Donnerstagvormittag bei 44,56 Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem er am Vorabend auf das tiefste Niveau seit November 2016 gerutscht war.

Könnte es nicht noch billiger werden? Kurzfristig halten Experten der Commerzbank einen weiteren Preisrückgang für wahrscheinlich. Zum Jahresende rechnen sie aber aus fundamentaler Sicht mit steigenden Ölpreisen – es gebe jetzt schon eine "gewisse Übertreibung nach unten".

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.