Der US-Elektroautobauer Tesla ist derzeit mit einer Marktkapitalisierung von rund 830 Milliarden Dollar der weltweit wertvollste Vertreter seiner Branche. Zum Vergleich: Volkswagen kommt auf 260 Milliarden Dollar. Doch die Bewertung der Börsianer muss bekanntlich nicht den realen Umständen entsprechen. Und so gibt es einige Analysten, die die Aktie für deutlich überbewertet halten.
Etwa Craig Irwin vom Investmentbankinghaus Roth MKM, der den Kurs in 12 Monaten bei nur 85 Dollar sieht. Aktuell sind es 238 Dollar. Das wäre ein Rückgang um rund zwei Drittel. In einem Interview mit CNBC verglich er Tesla mit Toyota. „Es gibt nichts, was Tesla hat, das Toyota nicht hat. Warum sollte Tesla mit einem hohen Multiplikator zu Toyota gehandelt werden, wenn es nur einen Bruchteil der Fahrzeuge verkauft?“ Andere Analysten halten hingegen einen weiteren Anstieg auf bis zu 380 Dollar in diesem Jahr für möglich. Die Aktie hat 2023 im Zuge des allgemeinen Tech-Hypes bereits um rund 120 Dollar zugelegt, vom Höchststand von mehr als 400 Dollar im November 2021 ist sie aber noch weit entfernt. Im Durchschnitt aller Analystenziele hat die Aktie aktuell ihren fairen Wert erreicht. 21 Analysten raten zum Halten, 16 zum Kauf oder Aufstocken, 6 zum Reduzieren bzw. Verkaufen.
Die BYD-Aktie spiegelt hingegen die Erfolge des Konzerns nicht wider. In den vergangenen 12 Monaten gab es de facto keinen Kursgewinn. Doch hier sind die Analysten großteils deutlich optimistischer. Von 28 Experten raten 26 zum Kaufen oder Aufstocken, das Kursziel liegt im Schnitt derzeit 60 Prozent über dem aktuellen Wert der in Hongkong notierten Aktie. Doch auch hier gibt es warnende Gegenstimmen. So meint Andy Wong, Analyst bei LW Asset Management Advisors, gegenüber Bloomberg, dass es bei einem schwachen Wirtschaftswachstum und zunehmender Konkurrenz am Heimatmarkt schwierig werde, die hohen Wachstumszahlen des Vorjahres zu wiederholen.
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