Wirtschaft
02.02.2012

Die Großverdiener bei Facebook

Neben üppigem Grundgehalt profitiert Chefetage durch Aktienrechte - vor allem bei erfolgreichem Börsengang.

Auch wenn Facebook-Gründer Mark Zuckerberg betont, ihm gehe es nicht ums Geldverdienen - die Gehälter, die er seinen Managern zahlt, sind dennoch üppig. Das zeigt ein Blick in den am Mittwoch veröffentlichten Börsenprospekt:

Spitzenverdienerin im vergangenen Jahr war Sheryl Sandberg, die als Zuckerbergs rechte Hand das Tagesgeschäft leitet. Ihr Basisgehalt lag zwar bei "nur" 296.000 Dollar (224.668 Euro) plus 86.000 Dollar Bonus. Doch hat sie sich auch das Anrecht auf Aktien verdient - und deren Wert beläuft sich auf 30,5 Mio. Dollar.

24,7 Millionen Dollar für den Chefentwickler

Bei Chefentwickler Mike Schroepfer und Finanzchef David Ebersman sieht die Lohntüte ähnlich aus: Vergleichsweise kleines Grundgehalt, üppiger Aktienbonus. Sie kommen auf 24,7 Millionen beziehungsweise 18,7 Mio. Dollar. Bei Chefjustiziar Theodore "Ted" Ullyot summierte sich das Gesamtgehalt auf knapp 7 Mio. Dollar.

Ab 2013 nur 1 Dollar für Zuckerberg

Zuckerberg selbst ist der Geringverdiener in der Chefetage. Aktien bekommt er gar keine - er besitzt ja auch schon gut 28 Prozent an Facebook, was ihn bei einem geschätzten Gesamtwert des Unternehmens von 100 Mrd. Dollar zum 28-fachen Milliardär macht. Allerdings liegen Zuckerbergs Grundgehalt (483.300 Dollar) und sein Bonus (221.000 Dollar) höher als bei seinen Kollegen. Ab 2013 sinkt sein Grundgehalt aber auf 1 Dollar.

Knapp 700.000 Dollar Flugkostenersatz

Insgesamt überwies ihm die Firma für das vergangene Jahr knapp 1,5 Millionen Dollar. Darin enthalten ist auch die Übernahme der Kosten für Zuckerbergs private Flüge in teuren Chartermaschinen - das sei aus Sicherheitsgründen nötig, wie es im Börsenprospekt heißt. Auch Verwandte und Freunde durften mit. Zuckerberg verflog binnen eines Jahres 693.000 Dollar.

Immobilienmakler setzen auf Facebook-Geldregen

Der Börsengang von Facebook sorgt im kalifornischen Silicon Valley schon jetzt für steigende Immobilienpreise. Rund um die Firmenzentrale in Menlo Park hätten die Preise bereits angezogen, sagt die Immobilienmaklerin Dawn Thomas. Nach dem Börsengang werde es bei Facebook plötzlich viele Millionäre geben, die sich von ihrem Geld ein Haus kaufen wollten. Auch Thomas' Kollege Pierre Buljan glaubt, dass der Facebook-Börsengang "großen Einfluss" auf den Immobilienmarkt im Silicon Valley haben wird. "Die 1.000 neuen Millionäre werden ein Zuhause brauchen", sagt er.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Analyse

  • Hintergrund

  • Chronologie