© VIA REUTERS/PFIZER

Wirtschaft
11/14/2021

Corona als Booster für Pharmakonzerne

Impfstoffe und baldige Medikamente wirken sich positiv aus. Daneben profitieren auch diverse Internetanbieter von der Pandemie.

von Robert Kleedorfer

Auch wenn es die Ansichten von Verschwörungstheoretikern bestätigt: Tatsächlich sind viele (wenn auch nicht alle) Pharmafirmen zu den Hauptprofiteuren der Pandemie zu zählen. Allen voran Impfstoffhersteller Pfizer, dem Analysten heuer einen Nettogewinn von fast 24 Milliarden Dollar prophezeien, gefolgt von Moderna (11,3 Mrd.) und Biontech (19,9 Mrd.). Entsprechend legten auch die Börsenwerte zu – bei Moderna sogar um mehr als 1.000(!) Prozent.

Pharma, Onlineshopping und Clouddienste

Und die nächsten Highflyer stehen schon bereit: Die Aktie von Valneva etwa legte vergangene Woche um 20 Prozent zu, nachdem der französische Biotechkonzern die Zulassung seines Covid-Totimpfstoffs in der EU beantragt hatte. Weiteren Aufwind hatten jüngst Merck sowie Pfizer, deren Medikamente zur Behandlung von Corona bald zugelassen werden sollen.

Lockdowns beschleunigen die Geschäfte von Anbietern im Internet, allen voran Branchenprimus Amazon. Der US-Konzern verdoppelte im Vorjahr fast seinen Nettogewinn auf 21,3 Mrd. Dollar. Nicht nur dank seines Kerngeschäfts Onlineshopping, sondern auch wegen diverser Clouddienste. Heuer aber wächst Amazon von Quartal zu Quartal langsamer. Grund: Lockdowns sind vielerorts Geschichte, die Konsumenten kehren wieder in die Geschäfte zurück. Das Jahresergebnis von 2020 dürfte verfehlt werden, aber es wird das zweitbeste in der Konzerngeschichte.

Ähnlich verhält es sich beim deutschen Internet-Modehändler Zalando. Dieser konnte im Vorjahr ebenfalls den Gewinn auf 226 Mio. Euro mehr als verdoppeln und dürfte heuer auf diesem Niveau verbleiben.

Streaming und Essenslieferungen

Von den Lockdowns betroffen war auch die Vergnügungsbranche, den Menschen blieb oft nur der Fernseher. Streaminganbieter wie Amazon, Disney oder Netflix verzeichneten hohe Abozuwächse. Neue Konkurrenten kommen auf den Markt und setzen Netflix und Co. unter Druck. Sie müssen mehr investieren, sodass die Gewinnentwicklung nicht Schritt halten kann.

Wer daheim bleiben muss, isst auch dort. Essenszulieferer etablierten sich nachhaltig. Der deutsche Konzern Delivery Hero mit seiner Tochter Mjam sowie der niederländische Anbieter Just Eat Takeaway (Lieferando) matchen sich in Österreich um die Marktführerschaft. International entstehen laufend neue Anbieter, es kommt vermehrt zu Übernahmen. In dieser Branche ist also noch lange nicht alles gegessen.

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