Attila Dogudan 

© Kurier/Franz Gruber

Wirtschaft
06/17/2021

Caterer DO&CO rutschte tief in die roten Zahlen

Pandemie setzte dem Unternehmen schwer zu: Verlust von 24,9 auf 35,5 Mio. Euro ausgeweitet. Personalstand von 10.726 auf 7.988 reduziert.

Für den heimischen Caterer DO&CO ist das Geschäft während der Corona-Krise regelrecht weggebrochen. Das hat tiefe Spuren in der Bilanz für das Geschäftsjahr 2020/21 hinterlassen. Unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 35,5 Mio. Euro, nachdem im Jahr davor noch ein Minus von 24,9 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte. Der Umsatz sank während der Pandemie um mehr als zwei Drittel von 935,4 Mio. auf 253,5 Mio. Euro, gab der Konzern am Donnerstag-

Im Bereich Airline Catering brachen die Verkaufserlöse den Angaben zufolge von 670,3 auf 188,6 Mio. Euro ein, im International Event Catering schrumpften die Einnahmen von 134,1 Mio. auf nur noch 31,33 Mio. Euro und auch im Segment Restaurants, Lounges & Events blieben nur noch 33,5 Mio. Euro, nach 130,9 Mio. Euro im Jahr davor.

Fast 3.000 Stellen weniger 

Durch das eingeschränkte Geschäft gab es auch einen spürbarer Personalabbau. Die Belegschaft wurde von 10.726 auf 7.988 Mitarbeiter verkleinert. Die Umsatz- und Ergebnisreduktion seien "einzig und allein auf die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie zurückzuführen", so das Unternehmen. Zusätzliche Liquidität im Volumen von 100 Mio. Euro bringe ein Convertible Bond. Die Anleihe ist mit 1,75 Prozent verzinst.

Wachstum in Sicht

Doch DO&CO serviert auch positive Signale: Im dritten und im vierten Geschäftsquartal sei die Trendwende hin zu einem Konzerngewinn geschafft worden. Im US-Geschäft habe es eine "signifikante Expansion" gegeben. Mit Delta Air Lines in Detroit sei beispielsweise ein Zehnjahresvertrag abgeschlossen worden.

Mit Austrian Airlines setzt DO&CO seine seit 2007 bestehende Partnerschaft weiter fort - der mit Ende 2021 auslaufende Cateringvertrag sei vorzeitig um weitere sechs Jahre bis Ende 2027 verlängert worden.

Im gesamten Geschäftsjahr ging der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Jahr davor von 70,1 auf 45 Mio. Euro zurück - mit Abschreibungen und Wertminderungen von 72,4 Mio. Euro und damit in etwa auf dem Niveau von 2019/20 (72 Mio. Euro). Operativ war das Ergebnis (EBIT) mit 27,3 Mio. Euro negativ. Im Jahr davor hatten sich die operativen Verluste erst auf 1,9 Mio. Euro belaufen.

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