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Kursentwicklungen
12/30/2020

Börsen kamen 2020 mit einem blauen Auge davon

Die Pandemie wirbelte auch die Finanzmärkte gehörig durcheinander. Unterm Strich zeigte sich das Jahr aber für Anleger vielerorts versöhnlich.

von Robert Kleedorfer

Rund vier Wochen – von Mitte Februar bis Mitte März – regierte die nackte Panik an den Finanzmärkten. Das Coronavirus ließ die Aktienmärkte schlimmer einbrechen als zur Finanzkrise 2008. In Wien gab der Leitindex ATX um 50 Prozent nach. Doch mit Frühlingsbeginn und dem (vorläufigen) Ende der harten Lockdowns setzte die Erholung ein, die bis heute anhält. Dennoch lagen nur sieben Werte im ATX Prime zu Jahresende im Plus.

Zwar gibt es schon wieder Lockdowns, doch die Impfungen haben begonnen und somit ist ein Ende der Pandemie in Sicht. Zu Jahresende befindet sich der ATX laut Daten der Raiffeisen Bank International „nur“ 13 Prozent im Minus. Damit liegt er schlechter als der weltweite MSCI-Index (siehe Grafik), aber es gibt noch viel schlechtere Entwicklungen, vor allem in Osteuropa und Südamerika. Der Frankfurter DAX gewann immerhin vier Prozent und erreichte wie auch die US-Börsen sogar Rekordstände.

Zu den Gewinnern zählt auch China. Das Land kam als erstes aus der Pandemie und verzeichnete trotz der Umstände als einzige nennenswerte Volkswirtschaft sogar ein Wirtschaftswachstum. Während bei Einzelwerten Öl- und Reisetitel absoffen, lief es für Techwerte hervorragend (allen voran Tesla mit unglaublichen 696 Prozent).

Das brachte der US-Börse Nasdaq das größte Plus. In Euro gerechnet waren es 31 Prozent, in Dollar sogar 43 Prozent. Selbiges gilt für Gold, das in Dollar gerechnet um 24 Prozent zulegte, in Euro waren es 13 Prozent. Grund für die Differenzen ist die US-Währung, die im Jahresverlauf nachgab. Der Euro notierte im Jänner noch bei 1,12, nun sind es 1,23 Dollar, der höchste Wert seit April 2018.

Mit 1.322 Firmen feierten weltweit um 15 Prozent mehr Unternehmen ihr Börsendebüt als 2019. Auch das Emissionsvolumen stieg um 26 Prozent auf 263 Mrd. Dollar (214,5 Mrd. Euro). Vor allem in China und den USA gab es starke Zuwächse.

In Österreich hielt sich die IPO-Aktivität mit fünf Neuzugängen im direct market sowie im direct market plus in Grenzen. Unter den Börsengängen waren zwei österreichische Unternehmen - die Grazer Immobilienfirma Aventa und die Holding des Salzburger Nährstoffherstellers Biogena Group Invest. Dazu kamen drei internationale Listings: SunMirror AG, Creactives Group S.p.A. und CAG International AG.

 

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