Bank of England set to raise interest rates to curb inflation

© EPA / ANDY RAIN

Wirtschaft
05/05/2022

Enorme Verluste an der Wall Street

Quartalszahlen, Kurse und Anlagetipps: Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen an den Börsen auf einen Blick.

von Melanie Klug

Mit enormen Verlusten ist die Wall Street am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Für erhöhte Nervosität sorgte die über drei Prozent gestiegene Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen, was vor allem Tech-Titel stark belastete. Zudem brach die Produktivität in der US-Wirtschaft im ersten Quartal deutlicher ein als befürchtet und sank so stark wie seit 1947 nicht mehr.

Am Donnerstag haben die Börsen in Europa weiter klar höher tendiert, wenn auch stärkere Zuwächse aus der Früh wieder abgegeben wurden.

Weitere wichtige  Meldungen:

  • OMV-Chef Alfred Stern: "Sicherheit kostet etwas" (mehr)
  • Britische Notenbank hebt Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an (mehr)
  • AUA im ersten Quartal noch tiefrot - Sommer schon gut gebucht (mehr)
  • Deutsches Gericht erklärte Wirecard-Bilanzen für nichtig (mehr)

Börse aktuell - Tagesüberblick

  • 05/19/2022, 11:10 PM

    Wall Street schließt erneut schwächer

    Die US-Börsen haben am Donnerstag nach den satten Abgaben zur Wochenmitte erneut mit Verlusten geschlossen. Die Sorgen, dass die starken Preissteigerungen und steigende Zinsen die Unternehmen immer mehr belasten, scheinen sich am Markt durchzusetzen.

    Am Donnerstag veröffentlichte Konjunkturdaten passten in dieses Bild. So trübte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Mai überraschend deutlich ein. Zudem gingen die Hausverkäufe im April stärker zurück als erwartet.

    Der Dow Jones verlor 0,75 Prozent auf 31.253,13 Zähler, nachdem er am Vortag um satte 3,6 Prozent abgerutscht war und damit das stärkste Minus seit 2020 verbucht hatte. Der S&P-500 Index gab 0,58 Prozent auf 3.900,79 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index sank um 0,26 Prozent bei 11.388,50 Einheiten. Hier betrug der Abschlag zur Wochenmitte beachtliche 4,7 Prozent.

  • 05/19/2022, 08:46 PM

    Derzeit teuerstes Lufthansa-Ticket kostet 24.000 Dollar

    Das derzeit teuerste Ticket der Lufthansa kostet nach Angaben von Airline-Chef Carsten Spohr 24.000 Dollar (22.650 Euro) - und zwar für einen Erste-Klasse-Flug von San Francisco nach Frankfurt und zurück. Sogar diese Tickets seien derzeit ausverkauft, sagte Spohr am Donnerstag im Aviation Club of Washington in der US-Hauptstadt. Die Lufthansa erhole sich schneller von der Covid-Pandemie als erwartet. Besonders auf der Nordamerika-Strecke „sehen wir sehr starke Zahlen“, betonte der Vorstandsvorsitzende. „Ich glaube, in der Sommersaison, um ehrlich zu sein, sind wir sowieso schon ausgebucht.“ Lufthansa habe die Zahl der angeflogenen Ziele in den USA auf 25 erhöht - mehr als vor der Krise.

    Spohr sagte, Passagiere betrachteten Fluggesellschaften nach deren schweren Verlusten wegen der Pandemie nicht mehr als eine „Bankrott-Industrie“. Stattdessen stünden inzwischen wieder Fragen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Zentrum. „Für mich waren es die Osterferien, die den Umschwung gebracht haben von zu vielen Ressourcen für zu wenige Passagiere zu plötzlich zu vielen Passagieren für zu wenige Ressourcen.“ Die Luftfahrtindustrie müsse daher um Arbeitskräfte mit verschiedensten Qualifikationen werben. „Lassen Sie uns dafür sorgen, dass sich herumspricht, wie aufregend es ist, in dieser Branche zu arbeiten.“

  • 05/19/2022, 08:24 PM

    Chatdienst WhatsApp öffnet Plattform für Unternehmen

    Der Facebook-Konzern Meta macht den bisher größten Schritt, um mit seinem teuren Zukauf WhatsApp Geld zu verdienen. Der Chatdienst öffnet für alle Interessenten die Plattform, über die Unternehmen mit ihren Kunden via WhatsApp kommunizieren können. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg machte bei der Ankündigung am Donnerstag deutlich, dass man mit dem Angebot sowohl kleine als auch große Firmen ansprechen wolle.

    Für die neue Dienstleistung hatte WhatsApp im vergangenen Jahr seine Nutzungsbedingungen geändert. Sorgen, dass damit auch mehr Daten des Chatdienstes mit Facebook geteilt werden sollen, lösten viel Aufregung aus. Der Konzern betonte stets, dass es bei den Anpassungen nur darum gehe, einen Rahmen für die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden zu schaffen.

    Der Facebook-Konzern hatte WhatsApp im Jahr 2014 für am Ende rund 22 Milliarden Dollar gekauft. Davor lebte WhatsApp von der Gebühr von einem Dollar pro Jahr, nach der Übernahme tat sich Facebook schwer damit, ein neues Geschäftsmodell für den Dienst zu etablieren. In der Politik werden immer wieder Rufe laut, WhatsApp müsse von Meta abgespalten werden, um für mehr Wettbewerb bei Chatdiensten zu sorgen.

  • 05/19/2022, 08:13 PM

    Frankfurter Börse tendiert im Späthandel knapp behauptet

    Die Frankfurter Börse hat am Donnerstag im nachbörslichen Späthandel knapp behauptet tendiert. Der L-DAX stand zuletzt bei 13.875,08 Punkten. Im Hauptgeschäft hatte der DAX 0,90 Prozent auf 13.882,30 Einheiten verloren.

  • 05/19/2022, 07:46 PM

    Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz soll Konzern bis 2028 führen

    Die Thyssenkrupp-Vorstandsvorsitzende Martina Merz soll den deutschen Stahl- und Industriekonzern weitere fünf Jahre leiten. Wie das Unternehmen in Essen mitteilte, hat der Aufsichtsrat am Donnerstag die Verlängerung des bestehenden Vertrages für den Zeitraum April 2023 bis Ende März 2028 beschlossen.

    "Stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat danke ich Martina Merz dafür, dass sie entschlossen den Umbau von Thyssenkrupp angeht", erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Siegfried Russwurm, laut der Mitteilung. Die gelernte Maschinenbauingenieurin leitet den Konzern seit Oktober 2019.

  • 05/19/2022, 06:50 PM

    Börse London schließt tiefer

    Der Londoner Aktienmarkt hat am Donnerstag mit satten Abschlägen geschlossen. Der FTSE-100 Index ging um 1,82 Prozent tiefer bei 7.302,74 Punkten aus dem Handel. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 16 Gewinner und 83 Verlierer gegenüber.

    Auch die britische Börse schloss sich der erneut schwache internationalen Stimmung. Die Anleger sorgten sich vermehrt über die Entwicklung der Weltkonjunktur aufgrund der Inflationsentwicklung und der Lieferkettenprobleme.

  • 05/19/2022, 06:50 PM

    VW will E-Plattformen nach Indien liefern

    Der deutsche VW-Konzern will seine Technikplattformen für Elektroautos künftig auch auf dem Wachstumsmarkt Indien anbieten und hat ein eigenes Vorstandsteam für sein Batteriegeschäft berufen. Zusammen mit dem indischen Hersteller Mahindra streben die Wolfsburger bis zum Ende dieses Jahres einen "verbindlichen Vertrag" an, wie beide Partner am Donnerstag ankündigten. Ein Kooperationsabkommen wurde bereits geschlossen.

    Es geht um Baugruppen wie Elektroantriebe, Batteriesysteme und bald auch eigene Batteriezellen, die Volkswagen in seinen Komponentenwerken produziert. Ihre Batteriesparte hat die VW-Gruppe schon als Europäische Aktiengesellschaft (SE) organisiert, später einmal könnte womöglich deren Börsengang anstehen.

    Für die Führung des Bereichs, der die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoffeinkauf über Forschung, Entwicklung und Produktion bis zum Recycling abdecken soll, ist ab Juli ein sechsköpfiger Vorstand zuständig. Geleitet wird er von Frank Blome, der seit 2020 das Geschäftsfeld Batterie im Technikressort verantwortet. Mit dabei ist auch der frühere Batterie-Entwicklungschef von Apple, Soonho Ahn. Der Südkoreaner arbeitete zudem bei den Elektronikriesen LG und Samsung.

  • 05/19/2022, 06:46 PM

    Europas Leitbörsen mit starken Verlusten

    Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag tiefrot aus dem Handel gegangen. Negative Vorgaben lieferten bereits am Vorabend die US-Börsen mit einer Talfahrt an der Wall Street. Am Berichtstag setzte der Dow Jones den jüngsten Abwärtsschub fort. Der Euro-Stoxx-50 verlor 1,36 Prozent auf 3.640,55 Zähler. Der DAX in Frankfurt schloss bei 13.882,30 Punkten und minus 0,90 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 1,82 Prozent und steht nun bei 7.302,74 Stellen.

  • 05/19/2022, 06:46 PM

    Osteuropas Börsen schließen ohne klare Richtung

    Die Börsen in Mittel- und Osteuropa sind am Donnerstag ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen. Aufschläge wurden in Prag und Moskau verbucht, während in Budapest und Warschau eine eingetrübte Stimmung herrschte. Richtungsweisend für den heutigen Handelstag waren die am Vorabend stark im Minus geschlossenen US-Börsen.

    In Warschau sackte der polnische Leitindex WIG-20 um 1,40 Prozent auf 1.776,40 Einheiten ab. Für den marktbreiten WIG ging es um 1,31 Prozent auf 55.555,31 Zähler hinab.

  • 05/19/2022, 06:45 PM

    ATX legt 0,19 Prozent zu

    Die Wiener Börse hat den Handel am Donnerstag mit leichten Kursgewinnen beendet. Der heimische Leitindex ATX schloss um 0,19 Prozent höher auf 3.205,92 Einheiten, der breiter gefasste ATX Prime legte um 0,07 Prozent auf 1.612,01 Zähler nach. An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten ging es hingegen deutlich bergab - Themen wie hohe Preise, steigende Zinsen und konjunkturelle Probleme wegen der gestörten Lieferketten wiegen weiterhin schwer, schreibt die Helaba.

  • 05/19/2022, 05:55 PM

    Mehr Luxusautos sollen Mercedes Spitzengewinne bringen

    Der deutsche Autobauer Mercedes-Benz setzt auf Luxus und will künftig mehr Spitzenmodelle wie S-Klasse, Maybach oder AMG verkaufen. "Das Unternehmen wird sich noch stärker auf das Luxussegment konzentrieren, das Produktportfolio weiter aufwerten, den Weg in die vollelektrische Zukunft beschleunigen und strebt eine strukturell höhere Profitabilität an", erklärte der börsennotierte Konzern am Donnerstag.

  • 05/19/2022, 04:24 PM

    McDonald's will Russland-Geschäft an bestehenden Lizenzpartner verkaufen

    Die weltgrößte Schnellrestaurantkette McDonald's will ihr Geschäft in Russland an den bestehenden dortigen Lizenzpartner Alexander Govor abgeben. Eine entsprechende Vereinbarung gab der US-Konzern am Donnerstag in Chicago bekannt. Govor ist demnach schon seit 2015 Lizenzpartner und betrieb bereits 25 Filialen in Sibirien. Finanzielle Details des Deals nannte der Konzern zunächst nicht.

    McDonald's hatte am Montag angekündigt, sich aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine aus Russland zurückzuziehen. Govor soll das Filialnetz inklusive der Mitarbeiter übernehmen, das Fast-Food-Geschäft künftig jedoch unter einer neuen Marke betreiben. Für den Rückzug aus Russland wird McDonald's nach eigenen Angaben Sonderkosten in Höhe von 1,2 bis 1,4 Milliarden Dollar (1,1 bis 1,3 Euro) verbuchen.

  • 05/19/2022, 04:11 PM

    Verbund: Erneuerbaren-Ausbau bringt langfristig Strompreis nach unten

    Der Ausbau erneuerbaren Energien muss auch in Österreich beschleunigt werden, um die Klimaziele zu erreichen. Auch die Strompreise könnten damit längerfristig wieder nach unten gebracht werden, sagte Verbund-Chef Michael Strugl am Donnerstag bei einer Online-Diskussion.

  • 05/19/2022, 03:54 PM

    US-Börsen erneut im Minus nach Talfahrt am Vortag

    Die US-Börsen haben am Donnerstag kurz nach Handelsbeginn mit weiteren Verlusten notiert nach der Talfahrt zur Wochenmitte. Gegen 15.45 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index um 355,74 Einheiten oder 1,13 Prozent auf 31.134,33 Zähler, nachdem er am Vortag um satte 3,6 Prozent abgerutscht war und damit das stärkste Minus seit 2020 verbucht hatte. Der S&P-500 Index gab in den ersten Handelsminuten 0,75 Prozent auf 3.894,10 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index verlor 0,29 Prozent auf 11.385,27 Einheiten. Hier betrug der Abschlag am Mittwoch beachtliche 4,7 Prozent.
     

  • 05/19/2022, 02:58 PM

    ATX weiterhin im Minus

    Der heimische Leitindex ATX konnte die Verlaufsverluste zwar etwas eingrenzen, fiel bis 14.30 Uhr aber dennoch um 0,69 Prozent auf 3.177,72 Einheiten. Der breiter gefasste ATX Prime gab um 0,72 Prozent auf 1.599,31 Zähler nach. Die schwache Marktstimmung war nicht nur in Wien zu spüren noch deutlicher nach unten ging es an Europas wichtigsten Börsen - der Euro-Stoxx-50 etwa fiel um rund zwei Prozent, der Dow Jones hatte um 3,6 Prozent schwächer geschlossen.

  • 05/19/2022, 02:44 PM

    Swissport eröffnete neues Luftfrachtzentrum nahe des Wiener Airports

    Der Schweizer Flughafendienstleister Swissport hat am Donnerstag ein Luftfrachtzentrum nahe des Flughafens Wien in Schwechat eröffnet. Die 8.000 Quadratmeter große Halle befindet sich im DLH SkyLog Park in Fischamend. Swissport ist einer der ersten Mieter in dem kürzlich fertiggestellten Logistikzentrum. Ein elektrisch angetriebener Lkw verbindet die Halle mit dem bestehenden Luftfrachtstandort auf dem Airportareal im Pendelverkehr, teilte das Unternehmen per Aussendung mit. Innerhalb Österreichs betreibt das Unternehmen zudem in einem Joint Venture mit dem Flughafen Graz ein 3.500 Quadratmeter großes Luftfrachtzentrum. 2021 hat Swissport International Bodenverkehrsdienstleistungen für rund 97 Mio. Fluggäste erbracht (vor Corona 2019: 265 Mio.) und in mehr als 100 Luftfrachthallen weltweit etwa 5,1 Mio. Tonnen Luftfracht (2019: 4,6 Mio.) umgeschlagen. Das Unternehmen beschäftigt rund 45.000 Mitarbeiter und ist an 285 Flughäfen in 45 Ländern auf sechs Kontinenten tätig.
  • 05/19/2022, 02:34 PM

    Triste Stimmung an den Börsen

    Der heimische Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag schwächer. Nach tiefroten Vorgaben von der Wall Street vom Vorabend geht es europaweit mit den Aktienkursen nach unten. Themen wie hohe Preise, steigende Zinsen und konjunkturelle Probleme wegen der gestörten Lieferketten wiegen weiterhin schwer, schreiben die Helaba-Experten.

  • 05/19/2022, 01:23 PM

    Manner sagt HV am 24. Mai ab - Bilanz-Prüfstelle stellte Fehler fest

    Die für den 24. Mai anberaumte Hauptversammlung des Wiener Süßwarenherstellers Manner findet wegen einer Untersuchung der Bilanz-Prüfstelle nicht statt. Die Fehlerfeststellung der österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) betrifft laut Manner insbesondere die Frage, ob aufgrund einer Tochtergesellschaft in Aserbaidschan ein Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 aufgestellt hätte werden müssen, gab die Firma am Donnerstag bekannt.

    Um sich bei der Haselnuss-Rohstoffversorgung unabhängiger von Lieferanten zu machen, hat Manner im Jahr 2019 Anbauflächen in Aserbaidschan gekauft. Die erste Haselnussernte wird im Jahr 2024 erwartet. Die fragliche Gesellschaft sei operativ nicht tätig und daher für das operative Geschäft der Manner Gruppe nicht relevant, so der Süßwarenhersteller. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Ergebnis der Analyse auch Auswirkungen auf die Folgeperioden hat", so Manner in der Aussendung. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

  • 05/19/2022, 01:20 PM

    SBO im ersten Quartal mit mehr Umsatz, Aufträgen und Gewinn

    Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) hat im 1. Quartal 2022 bei allen wesentlichen Kennzahlen kräftig zulegen können: Der Auftragseingang wurde im Vergleich zum Startquartal 2021 auf 129,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt, der Umsatz stieg um 70 Prozent auf 100,5 Mio. Euro - unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 11,4 Mio. Euro, nach einer Million Nettogewinn im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Krieg wirkt sich massiv auf die globalen Energiemärkte aus, so SBO-Vorstandschef Gerald Grohmann. "Er hat in vielen Regionen verstärkte Investitionen in Exploration und Produktion ausgelöst, um Versorgungssicherheit mit Öl und Gas zu gewährleisten."

     

    Zeitgleich erhalte der Ausbau von erneuerbaren Energiequellen  einen starken Anschub - erste Marktsondierungen seien gestartet worden, um bis 2030 einen neuen Geschäftsbereich aufzubauen, so Grohmann. Im ersten Jahresviertel hat Schoeller-Bleckmann sein Betriebsergebnis auf 15,5 Mio. Euro mehr als vervierfacht. Der Auftragsstand stieg Ende März auf 144,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 111,7 Mio. Euro). Das Ergebnis pro Aktie wurde im ersten Quartal 2022 auf 0,72 Euro (1-3/2021: 0,06 Euro) gesteigert.

  • 05/19/2022, 12:35 PM

    Ottobock schiebt Börsengang auf die lange Bank

    Der weltgrößte Prothesenhersteller Ottobock schiebt seinen Börsengang auf die lange Bank und tauscht die komplette Unternehmensführung aus. Grundsätzlich bleibe der Gang an den Kapitalmarkt eine Möglichkeit für das deutsche Familienunternehmen, so Verwaltungsratschef Hans Georg Näder. Durch die aktuelle geopolitische Lage sei eine Börsengang bis auf weiteres nicht erstrebenswert. Näder musste Insidern zufolge befürchten, dass Ottobock nicht die angepeilte Bewertung von fünf bis sechs Milliarden Euro erreichen würde, nachdem die Aktienkurse anderer Medizintechnik-Unternehmen zuletzt in die Knie gegangen waren.

    Vorstandschef Philipp Schulte-Noelle und Finanzchefin Kathrin Dahnke hatten seit Monaten auf den zuletzt für den Herbst anvisierten Börsengang hingearbeitet. Sie verlassen das Unternehmen. Ein Nachfolger für Schulte-Noelle wird noch gesucht. Bis dahin übernimmt Vertriebschef Oliver Jakobi den Posten. Als neuen Finanzchef hatte Ottobock schon am Mittwoch Arne Kreitz installiert. Der 42-Jährige ist seit 2018 in der erweiterten Geschäftsführung für die Strategie und für Übernahmen (M&A) zuständig. Der schwedische Finanzinvestor EQT ist seit 2017 mit 20 Prozent an Ottobock beteiligt. EQT-Manager Marcus Brennecke stellte sich hinter den Kurswechsel, der dem Investor zunächst die Möglichkeit verbaut, den Ausstieg in Angriff zu nehmen. Damit sich die Investition lohnt, muss Ottobock später mehr Rendite liefern.

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