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Bittere Pleite eines bekannten Clubs

Mit einem erweiterten Veranstaltungsangebot sollte die Diskothek neu positioniert werden.
Stempel "Insolvenz" auf Papier

„Als Hauptursachen für das Scheitern nennt die Geschäftsführung ein Hochwasserereignis im September 2024, das erhebliche Schäden verursacht habe. Die Versicherungsleistungen seien nur gering ausgefallen – Details zur Schadenshöhe und zum Versicherungsumfang wurden nicht bekannt gegeben“, so der AKV. „Erschwerend kamen laut Insolvenzschuldnerin behördliche Auflagen hinzu: Eine stark eingeschränkte zulässige Besucherzahl sowie Lärmbeschränkungen hätten den wirtschaftlichen Betrieb massiv beeinträchtigt. Auch ein verändertes Konsumverhalten der Gäste mit rückläufigen Umsätzen wird als wesentlicher Faktor angeführt.“

Über die MSC Event GmbH, Betreiberin des Till-Clubs in Markersdorf, wurde am Montag am Landesgericht St. Pölten ein Konkursverfahren eröffnet. „Das Unternehmen war erst 2024 gegründet worden und hatte im August desselben Jahres einen bestehenden Clubbetrieb übernommen. Mit einem erweiterten Veranstaltungsangebot – von Clubnächten über Familien- bis hin zu Spezialevents – sollte die Diskothek neu positioniert werden. Doch die Rechnung ging nicht auf“, heißt es.

Die Schulden

Die Passiva belaufen sich auf rund 419.000 Euro, 25 Gläubiger sind betroffen. „Den Verbindlichkeiten stehen Vermögenswerte gegenüber, darunter Inventar, Warenbestände und Forderungen. Deren tatsächliche Werthaltigkeit wird im Zuge des Insolvenzverfahrens noch geprüft. Die Verwertung ist vorgesehen“, so der AKV.

Keine Zukunft

Sämtliche Dienstverhältnisse wurden bereits einvernehmlich beendet. Der Clubbetrieb wurde eingestellt, eine Fortführung sei nicht geplant. Als Insolvenzverwalter fungiert Rechtsanwalt Josef Schwarz. Die Anmeldefrist für Gläubiger läuft bis 11. August, die Prüfungstagsatzung ist für 25. August angesetzt.

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