Wirtschaft
02.07.2018

Bisher 110 Mio. Euro Witterungsschäden in der Landwirtschaft

Trockenheit betraf vor allem den Norden Österreichs. Süden und Osten litten unter Unwettern.

Der Landwirtschaft haben heuer Hitze , Dürre, Hagel, Überschwemmungen und auch tierische Schädlinge zu schaffen gemacht. Die Hagelversicherung nennt in einer ersten Bilanz Gesamtschäden in der Höhe von 110 Mio. Euro. Betroffen seien alle landwirtschaftlichen Kulturen.

Wärmster Frühling

Die Monate April bis Juni seien die wärmsten seit Beginn der Messgeschichte Österreichs gewesen, so die Hagelversicherung am Montag in einer Pressemitteilung. Die Trockenheit mit einem Niederschlagsdefizit von bis zu 80 Prozent habe vor allem den Norden Österreichs betroffen, der Süden und Osten hätten unter Unwettern mit Starkniederschlägen, Überschwemmungen und Hagel gelitten.

Bei Mais und Soja erst im Herbst abschätzbar

Die Schäden infolge der Trockenheitsschäden liegen laut Hagelversicherung bei Getreide bei 80 Mio. Euro. Die Auswirkungen bei den Herbstkulturen, wie Mais oder Sojabohnen aber auch bei Grünland, seien erst im September genau abschätzbar. In großen Teilen Oberösterreichs, in Teilen Niederösterreichs, im Norden Salzburgs und regional auch im Westen sei aber bei Grünland beim ersten Schnitt ein Totalschaden durch Trockenheit.

Hagel und Überschwemmung verursachten mehr als 25 Mio. Euro. Fraßschäden - vor allem durch den Rübenrüsselkäfer an Zuckerrüben - brachten einen Ausfall von 5 Mio. Euro.

Derartige Wetterextreme seien keine Ausreißer und keine Jahrhundertereignisse mehr. Im Gegenteil: Schweregrad und Intensität solcher Naturkatastrophen würden durch die Erderwärmung zunehmen. "Es bleibt nur zu hoffen, dass die Sommermonate bis zur Ernte meteorologisch weitgehend unauffällig verlaufen", so Hagelversicherung-Pressesprecher Mario Winkler laut Pressemitteilung.