APA4813508-4 - 05082011 - ST. ANDRE WÖRDERN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT WI - THEMENBILD - Illustration zum Thema Ernte : Ein Bauer mäht mit dem Traktor seine Wiese bei St. Andre Wördern, Niederösterreich für die Heuernte aufgenommen am Mittwoch, 03. August 2011. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER

© APA/HERBERT PFARRHOFER

EU-Agrarpolitik
03/18/2013

"Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigt"

Umweltminister Berlakovich ist strikt gegen die Stilllegung von Produktionsflächen.

von Andreas Anzenberger

Tage der Entscheidung für die Landwirtschaft. Heute, Montag, beginnen in Brüssel die Gespräche der EU-Agrarminister über die gemeinsame Agrarpolitik. Umweltminister Niki Berlakovich hat klare Prioritäten: „Maßstab ist der bäuerliche Familienbetrieb und nicht die Agrarindustrie. Es geht um die Zukunft der Bergbauern, Biobauern und Nebenerwerbsbauern. Ich will eine Landwirtschaft mit ökologischer Verantwortung.“ Eine Garantie, dass sich die EU-Programme an diesen Grundsätzen orientieren, hat Berlakovich nicht. „Es kann sein, dass sich die Agrarindustrie durchsetzt.“

Immerhin haben sich die EU-Kommission und das EU-Parlament für mehr Ökologie in der gemeinsamen Agrarpolitik stark gemacht. Doch der Teufel steckt im Detail.

Als eine von vielen Maßnahmen ist die Stilllegung von Produktionsflächen vorgesehen. Ein Vorschlag mit dem sich Berlakovich ganz und gar nicht anfreunden kann: „Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln wird steigen. Ich will eine produktive Landwirtschaft. “ Der Minister setzt auf eine Alternative. „Die Bauern sollen die Möglichkeit bekommen, auf diesen Flächen Soja-Bohnen anzubauen. Wir importieren derzeit jährlich 30 Millionen Tonnen Soja aus Nord- und Südamerika.“ Daher wurde die Initiative Donau-Soja gegegründet, der sich acht Länder angeschlossen haben.

Auch bei der Feinabstimmung der Öko-Förderung sieht der Minister dringenden Handlungsbedarf. Öko-Förderungen, die über Direktzahlungen vergeben werden, sollen die Basis bilden. Staaten, die mehr für die Umwelt tun wollen, sollen dafür auch zusätzliches Geld aus dem zweiten Fördertopf, der ländlichen Entwicklung, erhalten. Berlakovich sieht sonst die Gefahr, dass Bauern aus den Umweltprogrammen aussteigen.

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