Wirtschaft
24.04.2017

Bei RLB Niederösterreich-Wien werden Stellen abgebaut

Derzeit beschäftigt die Bank rund 1.100 Mitarbeiter - bis Ende kommenden Jahres soll diese Zahl auf ungefähr 1.000 fallen

Bei der Raiffeisenlandesbank (RLB) Niederösterreich-Wien wackeln im Zuge einer internen Reorganisation Arbeitsplätze, laut Standard soll diese Woche ein Sozialplan kommuniziert werden. Derzeit beschäftigt die Bank rund 1.100 Mitarbeiter - bis Ende kommenden Jahres soll diese Zahl auf ungefähr 1.000 fallen, wie die Zeitung schreibt.

Die Leistungen aus dem Sozialplan sollen jenen zugutekommen, die von der Umstrukturierung betroffen seien und ihr Dienstverhältnis in der Folge einvernehmlich lösen. Vor allem ältere Mitarbeiter sollen betroffen sein.

Am Mittwoch ist Jahrespressekonferenz der RLB NÖ-Wien.

Nowotny: Reduzierung der Jobs im Bankbereich

Vor wenigen Tagen sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, dass Banken ihre Kosten senken müssen. Es gibt noch Bedarf an Verbesserungen Verhältnis zwischen Aufwendungen und Erträgen (Cost/Income-Ratio). Also sei davon auszugehen, "dass es im Bankenbereich zu einer deutlichen Reduzierung der Beschäftigtenzahlen kommen wird".

In Österreich gibt es derzeit laut Nowotny 3.967 Bankfilialen. Zum Höchststand waren es mehr als 5.000. "Wir haben in Österreich sehr große dezentrale Sektoren (Anm: Sparkassen, Raiffeisen, Volksbanken) und zahlreiche regional verankerte Banken, was durchaus Vorteile bringt - aber eben auch Kostenprobleme. Eine Revolution wird es hier jedenfalls nicht geben, mehr eine Evolution", so die Einschätzung des Notenbankers.