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IT-Debakel
11/06/2012

Bankkunden brauchen viel Geduld

Bank Austria: Die Probleme beim eBanking bestehen weiter.

Ein Blumenstrauß und zahlreiche Entschuldigungen zieren die Homepage der Bank Austria. Doch das kann den Ärger vieler Kunden nicht ungeschehen machen. Seit ĂŒber einer Woche funktioniert die IT nach der Umstellung des konzernweiten EDV-Systems nicht oder nur schlecht. Löhne sind nicht angekommen, Überweisungen hĂ€ngen geblieben.

Am Dienstag brauchten Kunden zwar noch etwas Geduld, aber viele konnten sowohl online als auch in den KassensĂ€len der Bankfilialen ihre GeldgeschĂ€fte erledigen. In zwei Filialen in der Mariahilfer Straße schien alles seinen gewohnten Gang zu nehmen. Am Montag noch hatten erboste Bankkunden unverrichteter Dinge wieder abziehen mĂŒssen. Auch das electronic Banking hatte vielfach nicht funktioniert. Bank-Austria-Kunden konnten sich zwar anmelden, aber keine Buchungen durchfĂŒhren. Am Dienstag war auch das fĂŒr die meisten wieder möglich, allerdings arbeitete das System langsam. „Wir hatten gestern 160.000 Kunden online, das sind 60 Prozent mehr als an einem normalen Tag“, erlĂ€uterte Martin Halama, Sprecher der Bank Austria und gestand. „Noch sind wir aber nicht bei der Serviceleistung angelangt, sie sich die Kunden wĂŒnschen.“

Die Bank Austria verspricht Kunden, denen Kosten durch die Umstellung entstanden sind, zu entschĂ€digen. ZustĂ€ndig dafĂŒr ist die Ombudsstelle der Bank.
Doch auch die Bank hat Schaden genommen, sowohl finanziell als imagemĂ€ĂŸig. Einige verĂ€rgerte Kunden nahmen den Vorfall zum Anlass, das Geldinstitut zu wechseln. Halama spricht von EinzelfĂ€llen.

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