US-Kunden kaufen Autos wieder verstärkt auf Pump.

© dapd/ANDREW VAUGHAN

Wirtschaft
02/25/2020

Autohändler prellte in Salzburg Kunden um rund 600.000 Euro

Mit vier Kunden Kaufverträge abgeschlossen, aber Fahrzeuge nicht geliefert. Ähnliche Fälle in Deutschland, Verdächtiger bestreitet Betrugsabsicht.

Mit offenbar fingierten Verkäufen dürfte ein Autohändler in Salzburg Kunden um insgesamt rund 600.000 Euro geprellt haben. Der 53-Jährige schloss mit insgesamt vier Interessenten Kaufverträge für hochpreisige US-amerikanische Fahrzeuge ab, geliefert wurden diese allerdings nie. Anfang des Jahres nahmen Carabinieri den Deutschen in Italien fest, er bestreitet jegliche Betrugsabsicht.

Ins Rollen kam die Sache durch einen Landsmann des Autohändlers, der 2018 ein Fahrzeug am Salzburger Firmenstandort gekauft hatte. Als der Wagen nicht und nicht geliefert wurde, erstattete er schließlich im November 2018 Anzeige. Bei ihren Ermittlungen stießen die Kriminalisten auf drei gleich gelagerte Fälle, bei denen zwei Salzburger und ein weiterer Deutscher Fahrzeuge bestellt und ebenfalls bereits bezahlt hatten.

In allen Fällen vertröstete der 53-Jährige seinen Kunden damit, dass es zu unerwarteten Komplikationen gekommen sei und sich die Auslieferung deswegen verzögere. In Summe kassierte der Deutsche mit diesen Geschäften am Standort Salzburg rund 600.000 Euro. Nachdem die Ermittler Hinweise erhalten hatten, dass sich der Händler nach wie vor in Europa aufhält, erwirkten sie einen europäischen Haftbefehl, der im Jänner 2020 schließlich zur Festnahme des Mannes in Italien führte.

Inzwischen wurde der 53-Jährige nach Salzburg ausgeliefert. Bei der Vernehmung wies er eine Betrugsabsicht zurück. Er habe das Unternehmen aber offenbar schlecht geführt. Deshalb sei es zu einer finanziellen Abwärtsspirale gekommen, gab am Dienstag eine Polizei-Sprecherin dessen Rechtfertigung wieder. Der Deutsche befindet sich in der Justizanstalt Salzburg in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Polizei-Sprecherin dürfte der mutmaßliche Betrüger auch an seinem Firmenstandort in Deutschland Autokäufer geprellt haben. Über die Zahl der Fälle und die Schadenshöhe konnte sie aber keine Angaben machen.

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