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Forschung
06/28/2017

Austrian Institut of Technology expandiert

Finanzierungsanteil aus Auftragsforschung steigt überproportional.

von Franz Jandrasits

Das AIT, größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs, will laut seinem Aufsichtsratschef Hannes Androsch "von einem bisherigen Stabilisierungskurs auf einen angemessenen Expansionskurs" einschwenken. Zunächst räumlich: Die verstreuten Wiener Standorte werden in Wien-Floridsdorf konzentriert, die 850 Mitarbeiter sollen 2018 dorthin übersiedeln. In Seibersdorf bekommt die Labor-Tochter des Austrian Institute of Technology noch heuer ein neues Gebäude.

Stabile Ertragslage

Stolz ist Androsch auf die in den vergangenen zehn Jahren erreichten Ziele. Damals sei das Institut – das noch Austria Research Center hieß – "in die Bedeutungslosigkeit abgesunken", die heimische Industrie, damals wie heute 49,5-Prozent-Eigentümer, wollte aussteigen. Heute ist es gerade die Industrie, die für Wachstum im AIT sorgt. So stiegen die Einnahmen aus Auftragsforschung bzw. durch Co-Finanzierungen aus EU-Forschungsprogrammen 2016 überdurchschnittlich auf 77 Millionen Euro. Die Basisfinanzierung, die vom Verkehrs- und Innovationsministerium kommt, blieb dagegen bei knapp 45 Millionen Euro stabil.

Stabil blieb im Vorjahr auch die Ertragslage, der Gewinn (EGT) stieg leicht auf 3,3 Millionen Euro. Das Eigenkapital kletterte auf 35 Prozent. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, der Auftragsstand stieg 2016 mit 157,8 Millionen Euro auf den zweithöchsten Stand in den vergangenen zehn Jahren.

Sehen lassen kann sich auch die Patentbilanz, auch wenn 2016 die Zahl der erteilten Patente um zehn auf 27 sank.

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