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Wirtschaft
06/29/2012

AUA-Betriebsräten werden Handys abgedreht

Am Sonntag geht die AUA in Tochter Tyrolean über. Mit Turbulenzen ist zumindest intern zu rechnen.

Der umstrittene Übergang des Flugbetriebs der AUA auf die kostengünstigere Tochter Tyrolean ist mit Sonntag, 1. Juli, amtlich. Der Zwangsumstieg hat auch heftige Konflikte zwischen den Arbeitnehmervertretern ausgelöst. Die Frage ist, welcher Betriebsrat ab Sonntag für die Piloten und Flugbegleiter zuständig ist.

Das AUA-Management will den AUA-Betriebsräten die Diensthandys abdrehen und die Betriebsratsbüros zusperren. "Wir werden die Funktionen des AUA-Betriebsrates sukzessive zurückfahren", bestätigte AUA-Sprecher Peter Thier. Durch den Betriebsübergang seien die Tyrolean-Vertreter für alle Bord-Mitarbeiter zuständig. AUA-Bordbetriebsratschef Karl Minhard kämpft dagegen mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung. Für Sonntag ist eine Sitz- ung aller Betriebsräte – 17 AUA- und 14 Tyrolean-Vertreter – angesetzt, in der ein neuer, gemeinsamer Betriebsrat gekürt werden soll.

Dass sich die Piloten der Konzernschwester Swiss weigern, im Sommer bei der AUA einzuspringen, zeuge von "internationaler Solidarität", sagt Minhard.

Statt den Schweizern wird die Contact Air einspringen, um trotz des Abgangs von 110 AUA-Piloten den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten. Rund 30 AUA-Piloten, die gekündigt haben, bleiben bis November als Freelancer an Bord.

Ab Sonntag werden alle AUA-Flüge unter OS-Flugnummern mit dem Zusatz "operated by Tyrolean" durchgeführt. Die für die Verkehrsrechte zuständigen Luftfahrtbehörden in Kanada, den USA und Indien haben dieser Konstruktion mittlerweile zugestimmt.

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