APA10605246-2 - 11122012 - SCHWECHAT - ÖSTERREICH: Themenbild - Ein Flugzeug über der AUA-Zentrale am Dienstag, 13. März 2012, am Flughafen in Wien-Schwechat. Die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) baut Doppelgleisigkeiten in Verwaltung, Technik und Flugbetrieb ab und wird dabei bis zu 150 Stellen im Verwaltungsbereich streichen. APA-FOTO: ROBERT JAEGER

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Bilanz
03/14/2013

AUA: "2012 war hartes Jahr"

Dank eines Einmaleffekts brachte es die AUA auf 65 Mio. Euro Betriebsgewinn.

2012 war ein hartes Jahr“, zog AUA-Chef Jaan Albrecht (Bild) Donnerstagfrüh Bilanz über das abgelaufene Geschäftsjahr. Und doch bleibt für das Jahr 2012 unterm Strich ein Gewinn von 65 Mio. Euro übrig. Im Jahresabstand sei das eine Verbesserung um 124 Mio. Euro, so der AUA-Chef. Dies ist ausschließlich auf hohe bilanzielle Sondereffekte zurückzuführen, die mit dem Betriebsübergang von Austrian auf die kostengünstiger operierende Tyrolean vom Juli zusammenhingen. "Wir wollen noch heuer in die schwarzen Zahlen fliegen", so Albrecht weiters, "ohne Sondereffekte".

Denn: Bereinigt um die Einmaleffekte gab es Betriebsverlust von 10,2 Mio. Euro. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung zum Jahr davor - 59 Mio. Betriebsverlust - dar. Und das obwohl durch Flugsteuer und Spritpreissteigerungen zusätzliche Kosten von 94 Mio. Euro zu stemmen waren.

Einsparen konnte man im Wesentlichen durch besser ausgelastete Flugzeuge. Zudem ist 2012 die Mitarbeiterzahl stark gesunken.

Einmaleffekt

Die per saldo mit 75 Mio. Euro bezifferten positiven Sondereffekte waren laut AUA primär Erträge im Zusammenhang mit künftig geringen Pensionszahlungen sowie geringeren Jubiläumsgeld-und Abfertigungsverpflichtungen. Im Gegenzug fielen 2012 höhere Abfertigungen nach den Abgängen von Piloten und Flugbegleitern an.

Ende Dezember hatte die AUA 6.236 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.777), 8 Prozent weniger als ein Jahr davor. Wegen des Betriebsübergangs sind knapp 120 AUA-Piloten und fast 220 Flugbegleiter abgesprungen. Heuer nimmt die AUA wieder 150 Leute auf.

Die operativen Gesamterlöse stiegen 2012 nach Unternehmensangaben um 4,4 Prozent auf 2,259 Mrd. Euro.

Lufthansa

Die Lufthansa will heuer das Betriebsergebnis des Konzerns steigern. Der operative Gewinn solle 2013 über dem Vorjahresniveau liegen, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Vergangenes Jahr lag diese Kennziffer bei 524 Millionen Euro. Unter dem Strich hatte Deutschlands größte deutsche Fluggesellschaft dank der Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen 990 Mio. Euro Jahresüberschuss erzielt.

Nach dem operativen Rückschlag im vergangenen Jahr geht die Lufthansa wieder auf Kurs zu höheren Gewinnen im Fluggeschäft. Bis 2015 soll das laufende Sparprogramm "Score" das operative Ergebnis des Konzerns von zuletzt 524 Millionen auf 2,3 Mrd. Euro heben, kündigte Lufthansa-Chef Christoph Franz am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt vorab an. Dies entspricht der bereits geplanten Verbesserung von 1,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahr 2011. Bereits 2013 und 2014 sollen Umsatz und operativer Gewinn "moderat" steigen.

Unter dem Strich erwartet Franz in diesem Jahr allerdings einen Rückgang, nachdem 2012 der Verkauf von Anteilen am Reisebuchungsabwickler Amadeus den Überschuss auf 990 Mio. Euro nach oben getrieben hatte. Die Dividende für 2012 soll wie angekündigt ausfallen.

9 Milliarden Euro sollen stattdessen in 108 neue Flugzeuge fließen: Der Aufsichtsrat gab grünes Licht zum Kauf von zwei weiteren doppelstöckigen Airbus A380, sechs Boeing 777 und 30 Mittelstreckenfliegern vom Typ A320. Außerdem arbeitet die Lufthansa an einer Order für 70 Exemplare der spritsparenden Mittelstreckenjets A320neo und A321neo.

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