Helmut Heinen, Präsident des BDZV: "Google zeigt keine Bereitschaft seine bisherige Praxis verlegerische Inhalte zu nutzen im gemeinsamen Sinne zu ändern." (c: bdzv)
Wirtschaft atmedia
11/13/2013

Verleger peilen EU-Verbote für Google an

euEuropäische Verlegerverbände lehnen die jüngsten Konzessionen, die Google im Rahmen des laufenden kartell- und wettbewerbrechtlichen Verfahrens gegenüber der EU bislang machte ab und kritisieren die Dauer dieses Verfahrens. Die von Google darin gemachten Zugeständnisse gingen den Verlegern nicht weit genug und geben Anlaß zu der Annahme, dass dadurch mittlerweile die digitale Ökonomie Europas auf dem Spiel steht. Der gegenwärtige Entwicklungsstand in den Verhandlungen wüchse sich zu einer unüberwindbaren Hürde für Europa 2020 Digital Agenda aus, konstatieren die Verleger.

Diese Kritik kommt von den beiden deutschen Verlegerverbänden BDZV und VDZ, dem spanischen AEDE sowie den europäischen Branchen-Dachverbänden, dem Zeitschriften-Verlegerverband EMMA, der European Newspaper Publishers Association, dem European Publishers Council und der Online Pulishers Association Europe.

BDZV-Präsident Helmut Heinen erläutert, dass Google "weiterhin eigenen Angeboten den Vorrang gebe und jede andere Offerte als nachrangig präsentiere, ungeachtet der Relevanz für Konsumenten". Aus Spanien kommt der Vorwurf, dass nach immerhin zweijähriger Verhandlungsdauer Google keine Konsens-Bereitschaft zeige und grundsätzliche Bedenken der Verleger in dieser wettbewerbsverzerrenden Angelegenheit nicht ausgeräumt werden konnten.

Google versuchte das Argument der Benachteiligung von Suchergebnissen zu widerlegen und sprach gegenüber der EU von "signifikanten Verbesserungen" der derzeitigen Ergebnis-Sichtbarkeit.

Die Verleger vertreten den Standpunkt, dass die derzeit der EU vorliegenden Vorschläge des Konzerns "nicht akzeptabel" seien. Sie wollen im nächsten Schritt den EU-Wettbewerbskommissär Joaquín Almunia zu einem effektiven Verbot verschiedener Google-Praktiken überzeugen.

Statement Europäischer VerlegerDazu: HintergrundBloomberg
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