Verwöhnt und gelangweilt: Gerti Drassl, Maria Köstlinger, Nina Proll, Martina Ebm

© ORF/Hubert Mican

TV-Premiere
01/12/2015

Die "Desperate Housewives" aus Wien

ORFeins zeigt ab Montag die neue Serie "Vorstadtweiber" (20.15 und 21.05 Uhr).

von Anna Gasteiger

Ein Nobelbezirk in Wien. Die Häuser sind groß, die Autos schnell und die Frauen unterbeschäftigt. Lästern, shoppen, Prosecco trinken, das ist die Welt der "Vorstadtweiber", wie sie in der gleichnamigen neuen ORF-Serie (ab heute, 20.15, ORFeins) dargestellt wird.

Adel meets Geld

Die zehn Folgen – eine zweite Staffel ist bereits in Auftrag gegeben – handeln von vier Freundinnen und einer (durch Scheidung nicht mehr salonfähigen) Ex-Freundin. Maria Köstlinger spielt Walli, eine schnippische Adelige, die Geld (Simon Schwarz) geheiratet hat. Gerti Drassl wird als Trutscherl Maria eingeführt, die den Machenschaften ihres unsympathischen Ehemannes (Juergen Maurer) erst allmählich auf die Schliche kommt. Nina Proll gibt die resolute Boutique-Inhaberin Nicoletta, Martina Ebm die zweite Ehefrau eines Bankiers (Bernhard Schir). Als "gefallene" Sabine ist Adina Vetter zu sehen. In weiteren Rollen: Xaver Hutter, Sandra Cervik, Proschat Madani, Gertrud Roll, Johannes Nussbaum sowie Philipp Hochmair als hochrangiger Politiker.

Das Drehbuch zu der Satire stammt von Ulli Brée, Regie führten Sabine Derflinger und Harald Sicheritz. Brée: "Wir erzählen sehr brüchige, keine konventionellen, lineargebauten Figuren. Der Böse ist nicht der Böse – und der Gute ist nicht der Gute. Der Böse hat schöne und schlechte Seiten und der Gute genauso. Jeder ist gut und schlecht. Und jeder ist bemitleidens-, liebens-, bedauerns- und verachtenswert."

Dass die Figuren phasenweise überzeichnet und klischeehaft wirken, liege daran, dass in Klischees oft "ein Kern von Wahrheiten" stecke, sagt "Nicoletta" Nina Proll. "Und ich glaube, dass es diese Art von Frauen, die sich stark über den Mann definieren, immer gegeben hat und auch immer geben wird, dass jede Frau ein bisschen davon in sich trägt und man sich seine eigene Identität als Frau erkämpfen und bewahren muss. Das ist für Männer offenbar viel selbstverständlicher als für Frauen."

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