© dpa/Armin Weigel

Hasspostings
06/10/2016

KURIER bringt Hassposting auf Facebook zur Anzeige

In eigener Sache: KURIER geht gegen zunehmenden Hass im Internet vor.

Es war einer jener Artikel, die gestern die meisten Menschen auf kurier.at interessierten: Weil sie kostenlose Schwimmkurse f√ľr unbegleitete minderj√§hrige Fl√ľchtlinge anbietet, erntete die K√§rntner Wasserrettung einen Shitstorm. Bei einem Einsatzfahrzeug wurde eine Scheibe eingeschlagen.

Social-Media-Managerin Julia Kantner und den KURIER-Leserbeauftragten Christian Bartos setzen solche Artikel stets in Alarmbereitschaft: Denn auch in den KURIER-Foren und auf der KURIER-Facebook-Seite werden zu solchen Artikeln immer wieder Postings abgesetzt, die nicht nur menschenverachtend sind, sondern auch strafrechtlich relevant. Sowohl in den kurier.at-Foren wie auch auf Facebook m√ľssen tagt√§glich tausende Kommentare gelesen, bewertet und leider immer √∂fter auch gel√∂scht werden.

Als der Artikel auf Facebook gestellt wurde, postete eine Facebook-Userin darunter, die Fl√ľchtlingskinder meinend: "Dann sollns halt ersaufen!!!!" Das Posting wurde nun zur Anzeige gebracht. Es ist das erste Mal, dass der KURIER ein Facebook-Posting anzeigt; in Einzelf√§llen wurden bereits zuvor Kommentare auf kurier.at und Leserbriefe mit verhetzenden Inhalten angezeigt. Der Medieninhaber ist f√ľr Kommentare auf sozialen Medien verantwortlich und kann daf√ľr auch belangt werden, weshalb das Posting verborgen wurde. Aufgrund der steigenden Anzahl an Hasspostings wird der KURIER ab nun rigoroser gegen Hasspostings vorgehen und diese vermehrt zur Anzeige bringen.

Die Netiquette-Regeln f√ľr Kommentare auf kurier.at finden Sie hier, jene f√ľr den KURIER auf Facebook hier. Wann ein Posting strafrechtlich relevant ist, hat die Futurezone hier zusammengetragen. Was Sie gegen Hasspostings im Internet tun k√∂nnen, finden Sie hier zusammengefasst. Wenn Sie ein Hassposting auf kurier.at oder den Social-Media-Kan√§len des KURIER finden, bitte melden Sie es an socialmedia@kurier.at

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