Wirtschaft
02/27/2020

Aston Martin: Ein Fall für einen kandischen James Bond

Der Hersteller des legendären James-Bond-Autos kommt nicht aus der Verlustzone raus. Ein Fall für einen kanadischen Milliardär.

Der britische Luxusautobauer Aston Martin ist tiefer in die Verluste gefahren. Sinkende Verkaufszahlen und hohe Investitionen in den neuen Geländewagen DBX sorgten dafür, dass im abgelaufenen Jahr ein Verlust vor Steuern von 104 Mio. Pfund (123,6 Mio. Euro) zu Buche stand, wie der Hersteller des legendären James-Bond-Autos am Donnerstag mitteilte.

Im Jahr zuvor hatte der mit Ferrari und Porsche konkurrierende britische Hersteller einen Vorsteuerverlust von 68 Mio. Pfund ausgewiesen. Die Auslieferungen schrumpften um neun Prozent auf 5.862 Fahrzeuge.

Im laufenden Jahr will sich Aston Martin stärker dem Verkauf von SUV zuwenden, die in der Branche im Trend liegen und von denen die Rivalen schon länger profitieren.

Den Anfang macht der DBX, das erste Modell von Aston Martin dieser Bauart. Den Absatz von Sportwagen an Händler wollen die Briten zurückfahren, um die Lagerbestände zu verringern.

Das Unternehmen aus der Nähe von Birmingham kündigte zudem an, dass Finanzchef Mark Wilson spätestens Ende April von seinem Posten zurücktreten werde. Gefeuert werde er nicht.

Aston Martin hatte unlängst angekündigt, dass sich der kanadische Milliardär und Formel-1-Rennstallbesitzer Lawrence Stroll mit 20 Prozent an dem Unternehmen beteiligen wird.

Insgesamt will Aston Martin einschließlich einer Kapitalerhöhung bei seinen Anteilseignern rund eine halbe Milliarden Pfund einsammeln, um seine Liquidität aufzupolstern.

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