Amag-Chef Helmut Wieser: Kunden warten auf den Ausbau in Ranshofen.

© AMAG Austria Metall AG/APA-Fotoservice/Schedl

Bilanz
02/28/2017

Alu-Konzern Amag steuert weiter auf Rekordkurs

In den Ausbau des Werks Ranshofen werden 520 Millionen Euro investiert.

von Franz Jandrasits

Der Werkstoff Aluminium boomt: Der steigende Einsatz des Leichtmetalls in der Autoindustrie und der Boom in der Luftfahrtindustrie bescherten dem heimischen Alu-Hersteller Amag im Vorjahr eine Absatzsteigerung von 6 Prozent. Und ein Allzeithoch von 405.900 verkauften Tonnen, der sechste Absatz-Rekord in Folge. Besonders stark stieg die Nachfrage nach Alu-Walzprodukten in der Autoindustrie (plus 44 Prozent) und in der Luftfahrt mit einem Plus von 24 Prozent.

Damit wuchs die Amag deutlich über dem Markt, weltweit stieg der Absatz von Alu-Walzprodukten um 4 Prozent. Auch heuer soll der Markt um 4 Prozent zulegen, die Amag um das Doppelte.

Strategie voll aufgegangen

Der Umsatz konnte allerdings nicht ganz mithalten, wegen des niedrigen Alu-Preises im Vorjahr sank er leicht auf 906 Millionen Euro. Beim Gewinn gab es wieder Zuwächse: Das Ergebnis nach Steuern wuchs kräftig um 14 Prozent auf 46,3 Millionen Euro.

Mit diesen Zahlen ist, freut sich Amag-Chef Helmut Wieser, die Strategie voll aufgegangen. Die Amag hat in den vergangenen Jahren in Summe 520 Mio. Euro am oberösterreichischen Standort Ranshofen investiert. Damit wird die Kapazität für Walzprodukte auf mehr als 300.000 Tonnen gesteigert. Wieser: "Unsere Kunden warten schon darauf, dass das neue Walzwerk im Juni in Betrieb geht."

Stabile Dividende

Die Aktionäre – t 52 Prozent hält die zur Bank Austria zählende B&C-Industriestiftung, 11,1 Prozent gehören der Mitarbeiterstiftung – bekommen eine unveränderte Dividende von 1,20 Euro je Aktie.

Heuer erwartet Wieser ähnlich gute Ergebnisse. Dazu beitragen soll auch der steigende Alu-Preis. Die Amag ist mit 20 Prozent an der kanadischen Elektrolyse Alouette zur Herstellung von Primäraluminium beteiligt. Eine Veränderung des Alupreises um 100 Dollar pro Tonne wirkt sich mit plus oder minus 5 Millionen Euro auf das Betriebsergebnis aus.

Wie sich die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump auf die Amag auswirkt, will Wieser nicht kommentieren. Import-Zölle dürften aber ausgeschlossen sein, die USA haben keine Primäraluminium-Produktion.

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