Über die Zukunft von Schirnhofer wird am Donnerstag abgestimmt.

© Kurier/Juerg Christandl

Insolvenz
02/10/2016

Schicksalstag für Firma Schirnhofer

Die Gewerkschaft, das AMS und das Land stellen für die 70 gekündigten Mitarbeiter eine Stiftung auf die Beine. Die Gläubiger stimmen über den Sanierungsplan ab.

von Kid Möchel

Morgen, Donnerstag, werden die Gläubiger des insolventen Fleischerei-Betriebes Schirnhofer GmbH mit Sitz in Kaindorf bei Hartberg über den angebotenen Sanierungsplan abstimmen. Das Unternehmen hat bereits vor wenigen Tagen einen verbesserten Sanierungsplan mit einer 30-Prozent-Quote dem Insolvenzverwalter vorgelegt. Wie der KURIER berichtete, soll das Unternehmen samt den 200 Arbeitsplätzen am Ende mit Hilfe eines Investors gerettet werden.

Insgesamt rund 6,8 Millionen Euro müssen für die Gläubigerquote innerhalb für zwei Jahren inklusive den Verfahrenskosten aufgebracht werden. Die erste Rate in Höhe von zehn Prozent wird Ende März fällig. Dafür sind 2,1 Millionen Euro plus Verfahrenskosten aufzubringen.

Wie Insolvenzverwalter Georg Muhri in früheren Gesprächen mit dem KURIER bestätigte, dürfte die Erfüllung der ersten Rate "kein Problem sein". Daher kann schon heute damit gerechnet werden, dass die Gläubiger dem Sanierungsplan auch zustimmen werden.

Hilfe für gekündigte Mitarbeiter

Auch für die 70 gekündigten Schirnhofer-Mitarbeiter gibt es eine relativ gute Nachricht. "In Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium, der steirischen Soziallandesrätin Doris Kampus, dem AMS, der Plattform Sozialverein, der Firma Schirnhofer und der Betriebsratsvorsitzenden Annemarie Müller und uns ist es gelungen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die allen 70 gekündigten Mitarbeitern zielgerichtete Qualifizierungsmaßnahmen und damit große Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz bieten wird", sagt Hubert Holzapfel, Landessekretär der Gewerkschaft Proge, zum KURIER. " Schon morgen, am 11. Februar soll die Stiftung starten, und es den Betroffenen ermöglichen, über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren eine entsprechende Neu- oder Weiterqualifizierung zu erlangen, und somit am Arbeitsmarkt leichter wieder Fuß zu fassen."

Die Stiftung wird im Rahmen der Stiftung für den lebensmittelproduzierenden und –verarbeitenden Bereich, kurz Aufleb genannt, geführt. "In der Aufleb-Stiftung", bestätigt Holzapfel dem KURIER, "stehen erfreulicherweise noch Gelder für die Lebensmittelindustrie zur Verfügung, und ein Teil der Finanzmittel konnte nunmehr für den Fleischerbetrieb Schirnhofer lukriert werden."

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