© Martin Gnedt

A-Tec
02/18/2013

Kovats will Firmen kaufen

Der Industrielle sucht Investoren für seinen insolventen Mischkonzern.

Mirko Kovats will weitermachen. Mit seinem insolventen Mischkonzern A-Tec will der Industrielle wieder Firmen kaufen und wirbt um Geldgeber. "Ich habe einige Investoren in Österreich, Europa und den USA an der Hand", sagte er laut Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN, Wochenende) bei einem Aktionärstreffen am Freitag. Noch heuer solle es zu einer Kapitalerhöhung oder der Ausgabe von Mezzaninkapital kommen, bekräftigte er.

Kovats sei auch bereit, sich auf weniger als 50 Prozent der Anteilte verwässern zu lassen. Derzeit hält Kovats 65 Prozent an der A-Tec. Der Industrielle will von Verlustvorträgen der alten A-Tec profitieren - damit könnten die Gewinne in den nächsten Jahren steuerlich maximiert werden. Die Höhe der Verlustvorträge könne er noch nicht nennen, es dürften laut Zeitung deutlich mehr als 100 Mio. Euro sein.

Puncto Geschäftsbereiche soll es bei den Kernbereichen Anlagenbau, Kupfer-Recycling, Elektromotoren und Umwelttechnik bleiben. Allein im Bereich Kupfer-Recycling verhandle Kovats mit fünf bis sechs Firmen über eine Übernahme.

2010 in Insolvenz geschlittert

Der einstige Großkonzern A-Tec war 2010 in die Insolvenz geschlittert, nach dem Zerschlagungsbeschluss im Herbst 2011 wurden die Aktien des früheren ATX-Schwergewichts vom Handel an der Wiener Börse ausgesetzt. Das Ansinnen Kovats', den Aktienhandel mit A-Tec wiederaufzunehmen, widerstrebt der Finanzmarktaufsicht (FMA), sie lässt daher die Pläne prüfen, wie vor eineinhalb Wochen bekannt wurde. Grund sind die laufenden Ermittlungen gegen Kovats wegen mutmaßlicher Wirtschaftsdelikte und Steuerhinterziehungen sowie die - nicht rechtskräftigen - FMA-Strafen gegen den Industriellen und weitere (Ex-)Manager des Anlagenbauers.

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