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Wirtschaft
06/27/2012

8,5 Jahre Haft für Ex-Bayernbanker

Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gribkowsky ist wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung verurteilt worden. Vorwürfe gegen Ecclestone.

Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Mit diesem Urteil ist der Prozess am Mittwoch in München nach acht Monate zu Ende gegangen. Für den Formel-1-Boss Bernie Ecclestone könnte das aber erst der Auftakt gewesen sein. Dem 81-jährigen Briten droht nun eine Anklage in München.

Gribkowsky hatte vor einer Woche gestanden, 44 Millionen Dollar (35,3 Millionen Euro) Schmiergeld von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erhalten und nicht versteuert zu haben. Das Geld, das er in Österreich bunkerte, soll er erhalten haben, weil er den Verkauf der Formel-1-Anteile im Jahr 2005 im Sinne von Ecclestone an den Finanzinvestor CVC für 839 Millionen Dollar einfädelte. Die Bank war nach der Pleite des Medienmoguls Leo Kirch als Gläubiger an die Formel-1-Anteile gekommen. Gribkowsky sollte diese wieder zu Geld machen.

Die Haftstrafe für den ehemaligen Risikovorstand der Bank ist letztlich um zwei Jahre niedriger ausgefallen als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Mit ein Grund dafür ist, dass der Verkauf der Formel-1-Anteile trotz der Schmiergeldzahlungen ein gutes Geschäft für die Bank war. Die Beteiligung hätte schlimmstenfalls auch wertlos werden können. Außerdem ist laut Gericht zu berücksichtigen, dass Ecclestone "die treibende Kraft" der Schmiergeldzahlungen war und "den Angeklagte ins Verbrechen geführt hat". Zudem kam Gribkowsky freilich zu Gute, dass er ein Geständnis abgelegt hat. Gribkowskys Anwalt kritisiert, dass Ecclestone nicht gemeinsam mit Gribkowsky vor Gericht stand. Die Staatsanwaltschaft sei "gebisslos" gegen den Formel-1-Chef vorgegangen.

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