7 von 10 Österreichern verreisen trotz Teuerung
27 Prozent der Urlauber wollen heuer spritsparender fahren. Ob das Staus reduziert?
Iran-Krieg, hohe Spritpreise und generelle wirtschaftliche Unsicherheit belasten zwar viele Österreicher in ihrem Alltag. Den Sommerurlaub lassen sie sich aber kaum nehmen, wie eine Umfrage zeigt, die die Unternehmensberatung Deloitte veröffentlicht hat. 500 Personen zwischen 18 und 75 Jahren wurden dafür befragt.
Reduziertes Budget
7 von 10 Teilnehmern gaben an, im Sommer zu verreisen. Dafür wird weniger Geld ausgegeben. Das Reisebudget wird mit durchschnittlich 1.336 Euro pro Person angegeben. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 1.444 Euro. „Wenn das Urlaubsgeld zunehmend für laufende Kosten statt für Erholung verwendet werden muss, zeigt das deutlich, wie stark die finanziellen Belastungen vieler Haushalte gestiegen sind“, sagt Harald Breit, CEO von Deloitte Österreich. „Diese Entwicklung sollte ein Warnsignal für den Standort Österreich sein.“
61 Prozent planen Anpassungsmaßnahmen, etwa reduzierten Konsum vor Ort, die Wahl näherer und günstigerer Reiseziele oder die Verkürzung der Reisedauer. Die Art der Anreise wird dagegen kaum verändert. 61 Prozent nutzen den Pkw, obwohl 45 Prozent höhere Ausgaben für Sprit erwarten.
Sicherheitsfaktor
73 Prozent der Urlauber bleiben in Europa. Für 54 Prozent ist die geopolitische Lage relevant und beeinflusst das Urlaubsverhalten. „Sicherheit entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl des Reiseziels. Wer verreist, plant flexibler, informiert sich intensiver und sichert sich bewusster gegen Risiken ab“, sagt Breit. 43 Prozent schließen eine Reise- oder Stornoversicherung ab.
Kommentare