Der Bau liegt traditionellerweise weit vorne in der Insolvenzstatistik.

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Insolvenzstatistik
06/23/2014

110 Firmen pro Woche gehen pleite

Gegenüber 2013 gab es bisher keinen Rückgang - sehr wohl aber, was die Verbindlichkeiten betrifft.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr um 0,8 Prozent auf 2.868 zurückgegangen. Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV Europa) ist der Mini-Rückgang allerdings nur auf sinkende Insolvenzabweisungen mangels Masse zurückzuführen; öffentliche Stellen würden in Krisenzeiten bei der Insolvenzantragsstellung zurückhaltend agieren.

Die Anzahl der tatsächlich eröffneten Firmeninsolvenzen entspricht laut AKV mit 1650 im ersten Halbjahr exakt jener desselben Zeitraumes des Vorjahres. Demnach spüren die Unternehmen die Wirtschaftskrise heuer ähnlich wie im vergangenen Jahr. Wöchentlich stellen die heimischen Gerichte bei 110 Unternehmen die Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung fest.

Die Gesamtpassiva sind heuer allerdings unvergleichbar geringer als im ersten Halbjahr 2013 - kein Wunder, denn damals crashte der heimische Bauriese Alpine mit Milliardenverbindlichkeiten. Laut AKV betragen die Gesamtpassiva in den ersten sechs Monaten heuer 1,24 Milliarden Euro nach 5,75 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2013. Gefährdet seien heuer durch die Pleiten 9.392 Jobs. Nach Passiva war die größte Insolvenz DiTech mit 36,9 Millionen Euro, bei den betroffenen Dienstnehmern jene der Goldenen Kreuz Privatklinik mit 266 Jobs.

Die meisten Pleiten gab es wie schon im Vorjahr im Handel (547), gefolgt vom Bau (497) und der Gastronomie (474).

Rückgang in Kärnten

Nach Bundesländern zeigen sich durchaus große Unterschiede. Den größten Rückgang an Pleiten gesamt verzeichnete Kärnten mit minus 11,44 Prozent. In Vorarlberg aber stieg die Zahl der Pleiten insgesamt, wenn auch auf geringerem Niveau, um fast ein Drittel auf 91. Leichte Steigerungen gibt es weiters in allen Bundesländern bis aufs Burgenland.

Privatinsolvenzen gab es im ersten Halbjahr hochgerechnet laut AKV 4.789, um knapp zehn Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2013.

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